In der ersten Aprilwoche 2025 stehen in mehreren Städten des Kreises Borken wieder Geschwindigkeitsmessungen an. Laut einem Bericht der Borkener Zeitung sind die Blitzerstandorte für die kommenden Tage wie folgt festgelegt:
- Montag: Ahaus, Hessenweg; Velen, Dlugoleka Ring
- Dienstag: Borken, Parkstraße; Stadtlohn, K24n
- Mittwoch: Heiden, Leblicher Straße; Vreden, Schulstraße
- Donnerstag: Gescher, Borkener Damm; Rhede, Münsterstraße
- Freitag: Borken, Nordring; Gronau, Alfertring
- „Super-Blitzer“ steht in dieser Woche in Südlohn an der Ramsdorfer Straße
Es ist zu beachten, dass Änderungen der Planung aufgrund unvorhersehbarer organisatorischer oder örtlicher Gründe möglich sind. Dies kann technische Probleme, widrige Witterung oder Personalausfall betreffen. Die Polizei und die Stadt Bocholt führen ebenfalls eigene Geschwindigkeitsmessungen durch, deren Standorte nicht im Voraus angekündigt werden.
Regeln für Geschwindigkeitsmessungen
In Deutschland unterliegt die Geschwindigkeitsüberwachung den Richtlinien der Bundesländer, wie auto motor und sport berichtet. Die Mindestabstände zwischen Geschwindigkeitsbeschilderungen und Messgeräten betragen in der Regel zwischen 150 und 200 Metern. Ausnahmen gelten an Gefahrenstellen, beispielsweise vor Schulen oder Altenheimen.
Besonders interessant ist, dass in Baden-Württemberg keine Vorgaben für Mindestabstände existieren. In Bayern sind beispielsweise natürliche Tarnungen der Blitzer erlaubt, während künstliche Tarnungen nicht gestattet sind. Zudem ist das Blitzen aus einem Fahrzeug heraus zulässig. Alle Messungen müssen protokolliert werden, und nur geschultes Personal darf die Geräte betreiben und auswerten.
Die Einhaltung der Abstandsregelungen
Die Beachtung der Mindestabstände ist nicht nur für die Rechtmäßigkeit der Messungen wichtig, sondern auch aus Sicherheitsgründen relevant. Der Abstand zwischen Verkehrsschild und Messstelle soll plötzliche Bremsmanöver verhindern. Dies wird als Grundsatz der Gleichbehandlung gemäß Artikel 3 des Grundgesetzes angesehen, wie in den Detailinformationen von Verkehrsmesstechnik Nord erläutert wird.
Besonders in städtischen Gebieten sind die Regelungen zur Geschwindigkeitsüberwachung entscheidend, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Bei Nichteinhaltung der Abstandsregelungen kann die Verwertbarkeit der Messungen infrage gestellt werden. Unabhängige Sachverständige können bei Bußgeldverfahren die korrekte Anwendung der Abstandsregelungen überprüfen und mögliche Fehler aufdecken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass aktuelle Geschwindigkeitsmessungen nicht nur die Einhaltung der Verkehrsregeln durchsetzen, sondern auch von einer Vielzahl an gesetzlichen Vorgaben und technischen Regelungen abhängen, die dazu dienen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.