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Sonntag, 30. März 2025

Erster Platz für Isabell Knoll: Abiturienten feiern ihren Abschluss!

Am 30.03.2025 feierten 69 Abiturienten des Werner-Heisenberg-Gymnasiums ihren Abschluss unter dem Motto „Abiwood“.

Movie Park Germany öffnet bald: Neue Attraktionen für 2025!

Der Movie Park Germany in Bottrop-Kirchhellen öffnet am 4. April 2025 wieder, inklusive neuer Shows und Attraktionen.

Zukunft der Vinothek in Landau: Insolvenz und unklare Perspektiven!

Am 30.03.2025 steht die Vinothek in Landau vor unsicheren Zeiten. Insolvenz nach zehn Jahren — was bedeutet das für die Weinfreunde?

Erinnerung wachhalten: Alte Synagoge Epe wird neu belebt!

Am 30. März 2025 besuchten rund 30 Personen den jüdischen Friedhof an der Vereinsstraße 72a in Gronau. Diese Veranstaltung wurde von Rudolf Nacke, dem zweiten Vorsitzenden des Förderkreises Alte Synagoge Epe, geleitet. Während der Führung gab Nacke den Anwesenden wertvolle Einblicke in das Leben der Verstorbenen, die zwischen 1828 und 1936 auf dem Friedhof beigesetzt wurden.

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Ein wichtiger Teil der Geschichte, die Nacke präsentierte, beschäftigte sich auch mit der ehemaligen Synagoge an der Wilhelmstraße 5 in Epe. Diese Synagoge wurde 1907 von Jacob Lebenstein gestiftet und diente der jüdischen Gemeinde Epe bis 1938 als Gotteshaus. Die Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 stellte einen Wendepunkt in der Geschichte der Synagoge dar, als das Gebäude in Brand gesetzt wurde.

Die Geschichte der Synagoge

Nach dem verheerenden Brand wurde die Synagoge zu einem Feuerwehrgerätehaus umgebaut. In den 1960er Jahren kehrte Albert Mendel, ein Angehöriger der jüdischen Gemeinde, aus dem Exil zurück und machte Eigentumsrechte an dem Gebäude geltend. Fortan wurde die Synagoge unter anderem als Wohnung für die Familie Mendel sowie als DRK-Heim und Altenbegegnungsstätte genutzt. Seit 2012 stand das Gebäude leer, bis sich 2017 der Förderkreis Alte Synagoge Epe gründete, der aus einem Initiativkreis des Heimatvereins Epe hervorging.

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Das Gebäude der alten Synagoge ist mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt worden. Eine Fachfirma hat das Innere des Gebäudes denkmalgerecht zurückgebaut, und die Forschungsarbeiten der LWL-Kulturstiftung haben begonnen. Der Förderkreis hat das ambitionierte Ziel, die Alte Synagoge einer neuen Nutzung zuzuführen. Nach umfassenden Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten soll das Gebäude zu einem Ort der Erinnerung, Begegnung, Lernen und Kultur werden.

Ein Ort der Begegnung

Die Homepage des Förderkreises Alte Synagoge Epe informiert über dessen Aktivitäten, Pläne und Kontaktmöglichkeiten für Interessierte. Unterstützung, Anregungen und konstruktive Kritik sind jederzeit willkommen. Ein entscheidendes Element in der Geschichte der jüdischen Gemeinschaft in Epe ist die Familie Lebenstein, die eine Schlüsselrolle spielte. Das Grundstück für den Bau der Synagoge wurde 1907 von der Familie zur Verfügung gestellt. Nach dem Brand in der Pogromnacht 1938 war Salomon Lebenstein gezwungen, das Gebäude an die Gemeinde Epe zu verkaufen. Seine Originalunterschrift ist auf dem Verkaufsvertrag dokumentiert.

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Der Untertitel „Wo Begegnung lebendig wird“ verweist auf die zukünftige Nutzung der alten Synagoge als Begegnungsstätte, die als „Dritter Ort“ integrativ und generationsübergreifend Menschen zusammenbringen soll. Die Planungen und die Umsetzung dieser Vision sind in vollem Gange und könnten einen bedeutenden Beitrag zur Erinnerung an die jüdische Geschichte der Region leisten.

Weitere Informationen, Referenzen & Quellen:

https://www.wn.de/muensterland/kreis-borken/gronau/juedisches-leben-in-gronau-sichtbar-machen-3271441
https://alte-synagoge-epe.de/

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