Das Laiensprachmittlungspool in Nordrhein-Westfalen ist ein bedeutendes Landesprogramm, das darauf abzielt, Verständigungsprobleme zwischen neuzugewanderten Menschen und kommunalen Akteuren zu minimieren. Die Initiative wird von den Kommunalen Integrationszentren lokal umgesetzt und bietet sprachliche Hilfe genau dort an, wo sie benötigt wird. Aktuell sucht die Stadt Bottrop neue Laiensprachmittlerinnen und Laiensprachmittler, um die wichtige Brücke zwischen verschiedenen Sprach- und Kulturwelten zu schlagen.
Die Anforderungen an potenzielle LaiensprachmittlerInnen sind klar definiert: Sie müssen volljährig sein, über eine Arbeitserlaubnis verfügen und sehr gute Deutschkenntnisse haben. Zudem ist die fließende Beherrschung mindestens einer weiteren Sprache erforderlich. Das Programm richtet sich an Personen mit Interesse an sprachlicher Unterstützung und Motivation zum Abbau von Sprachbarrieren. Zuverlässigkeit, Freude an Kommunikation und Offenheit gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Lebenswelten sind weitere essentielle Eigenschaften. Interessierte sollten auch bereit sein, regelmäßig an Schulungen und Fortbildungen teilzunehmen.
Schulungsangebot und regelmäßige Treffen
Um den neuen LaiensprachmittlerInnen einen guten Einstieg zu ermöglichen, wird eine Grundlagenschulung angeboten. Diese Einführung in die Tätigkeit vermittelt wichtige Informationen und Fähigkeiten für die kommunikativen Herausforderungen. Darüber hinaus finden mindestens zweimal jährlich vertiefende Schulungen statt, und regelmäßige Austauschtreffen alle 6 bis 8 Wochen fördern den Kontakt und die Vernetzung der Ehrenamtlichen.
Für ihre Engagement erhalten die LaiensprachmittlerInnen eine angemessene Aufwandsentschädigung. Fatma Al-Saadi ist die zuständige Kontaktperson in Bottrop und kann unter der Telefonnummer 02041 704746 oder per E-Mail (fatma.al-sadi@bottrop.de) erreicht werden. Die zukünftigen LaiensprachmittlerInnen sind nicht nur Sprachvermittler, sondern auch wichtige Akteure, die zur Verbesserung des interkulturellen Austausches beitragen.
Integration auf Bundesebene
Die Initiative in Bottrop fügt sich in einen größeren Rahmen von Maßnahmen zur Integration von Geflüchteten und Zugewanderten ein, die von der Bundesregierung gefördert werden. Diese Maßnahmen sind vielfältig und reichen von Sprachvermittlungsangeboten bis hin zur Unterstützung bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Integration von Frauen, Kindern und Jugendlichen sowie besonders schutzbedürftigen Gruppen.
Das Bundesfamilienministerium engagiert sich zudem aktiv für die gesellschaftliche Teilhabe und den Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften. Programme wie das ESF-Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ unterstützen Zuwanderinnen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt, während Jugendmigrationsdienste jungen Migranten im Alter von 12 bis 27 Jahren professionelle Beratung und Begleitung bieten.
Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Ansatzes, der darauf abzielt, Chancengleichheit zu schaffen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. So sollen beispielsweise Patenschaftsprogramme wie „Menschen stärken Menschen“ zusätzliche Unterstützung bieten und den Zugang zu Bildungsangeboten erleichtern.
Insgesamt zeigt sich, dass die Laiensprachmittlung in Bottrop und die damit verbundenen Initiativen auf lokaler und bundesweiter Ebene zentrale Bausteine für eine erfolgreiche Integration sind. Die Bedeutung von sprachlichen Brücken kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, da sie entscheidend zur sozialen Kohäsion in einer zunehmend diversen Gesellschaft beitragen.