In den kommenden Wochen bereiten viele Freibäder in Deutschland ihre Eröffnung nach der Winterpause vor. So auch das Freibad in Coesfeld, wo die beiden Mitarbeiter Robin Brücks und André Schmeing mit Hochdruckreinigern und Schrubbern für die Saisonfit gemacht werden. Wie AZ Online berichtet, umfasst die Reinigung wichtige Bereiche wie das Edelstahlbecken, die Wege rund um die Becken und die Duschräume. Die abmontierten Armaturen müssen bis zum 9. Mai wieder installiert werden, damit die Anlage rechtzeitig für die ersten Badegäste in Betrieb genommen werden kann.
Der Aufwand ist beträchtlich: Nach der Wiederbefüllung der Becken folgt die Umwälzung, ergänzt durch die Inbetriebnahme der Filteranlage und der Heizung. Zudem finden vor der Saison Öffnung Sicherheitsüberprüfungen der Rutschen, Heizsysteme und Chloranlagen statt. Ein externer Dienstleister wird zwei Wochen vor der Eröffnung eine Wasserqualitätsprüfung durchführen. Trotz der gewissenhaften Vorbereitungen gibt es in dieser Saison keine neuen Angebote oder Attraktionen. Im vergangenen Jahr wurden jedoch bereits Investitionen in einen neuen Kletter- und Boulderbereich getätigt, darunter ein sieben Meter hoher Kletterturm, der im August am Indoor-Schwimmbecken aufgestellt wurde. Gäste können kostenlos Beachvolleybälle, Tischtennisschläger und Fußbälle ausleihen.
Eröffnung der Freibäder in Berlin
Weitere unsere Pläne für die Freibadsaison in Berlin sind följend:
- 1. Mai: Sommerbad Am Insulaner, Badebetrieb am Wannsee und private Standbäder (Tegelsee, Weißensee)
- 4. Mai: Sommerbad Wilmersdorf
- 11. Mai: Sommerbad Kombibad Gropiusstadt, Sommerbad Neukölln
- 13. Mai: Sommerbad Kombibad Seestraße
- 25. Mai: Sommerbad Pankow, Kindersommerbad Platsch
- 27. Mai: Sommerbad Humboldthain
- 1. Juni: Kindersommerbad Monbijou, Sommerbad Staaken West, Sommerbad Mariendorf (Rixdorfer Straße)
- 9. Juni: Sommerbad Wuhlheide
Allerdings bleiben 2024 die Sommerbäder in den Kombibädern Spandau und Mariendorf aufgrund von Sanierungen komplett geschlossen. Auch das Sommerbad Lichterfelde bleibt aufgrund fehlender Finanzierung geschlossen.
Die Herausforderung während und nach Corona
Die Situation in deutschen Freibädern hat sich seit der Corona-Pandemie stark verändert. Wie auf Kommunal angemerkt wird, wird die Öffnung der ersten Bäder nach wochenlanger Schließung unter strengen Auflagen erlaubt. Über 80 % der Bevölkerung betrachtet Schwimmbäder als unverzichtbar, da sie eine wichtige Rolle für die Gesundheit, Sport und das Gemeinschaftsleben spielen.
Die Hygienemaßnahmen und Verhaltensregeln für Gäste und Mitarbeiter bleiben essenziell. Risiken bestehen teils in Umkleidebereichen, Warteschlangen und auf Liegewiesen. Bäderbetreiber fordern klare Kriterien für die Öffnung, wobei finanzielle Aspekte eine erhebliche Rolle spielen. Der Betrieb von Freibädern ist oft ein Zuschussgeschäft, wobei die Kostendeckungsgrade für Freibäder bei nur 27,2 % liegen. Das betont die Notwendigkeit finanzieller Unterstützung von Bund und Ländern, um die Betriebsbedingungen zu verbessern und die Freibadsaison zu sichern.