Das DFB-Sportgericht hat am 25. März 2025 Geldstrafen gegen den FC Bayern München sowie gegen Werder Bremen verhängt. Diese Maßnahme erfolgt im Zuge von Vorfällen, die sich im vergangenen Jahr ereignet haben.
Die Bayern-Anhänger zündeten beim Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund am 30. November 2024 mindestens 100 pyrotechnische Gegenstände. Laut Deutschlandfunk kann der FC Bayern ein Drittel der Geldstrafe für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Dies eröffnet dem Verein die Möglichkeit, proaktive Schritte gegen die Nutzung von Pyrotechnik im Stadion zu unternehmen.
Strafen für Werder Bremen
Werder Bremen wurde ebenfalls mit Geldstrafen in Höhe von insgesamt knapp 80.000 Euro belegt. Die Fans des Vereins zündeten während eines Pokalspiels gegen Darmstadt sowie im Ligaspiel in Dortmund pyrotechnische Gegenstände, was in beiden Fällen zu den Strafen führte.
Diese Vorfälle lassen sich in einen größeren Kontext von Sicherheit und Gewaltprävention im Fußball einordnen. Ein Sicherheitsgipfel von Politikern und Fußball-Verbandsbossen wurde kürzlich in München abgehalten, um die Sicherheit bei Fußballspielen zu verbessern. Der DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke betonte, dass der Besuch eines Fußballspiels sicher sein sollte. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wies auf Fortschritte hin, erwähnte aber auch, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht.
Die Herausforderung der Pyrotechnik
Bei dem Gipfel wurde auch der Druck auf den Fußball erhöht, mit möglichen Drohungen von Spielabbrüchen, falls nicht ausreichend Maßnahmen gegen Gewalt getroffen werden. Konkrete Maßnahmen blieben jedoch weitgehend unklar. Eine zentrale Stadionverbotskommission mit einheitlichen Kriterien wurde zwar beschlossen, Diskussionen über Kollektivstrafen fanden jedoch nicht statt.
Zusätzlich wurde die Intensivierung der Ordnerausbildung durch den DFB geplant. Der Präsident des DFB, Bernd Neuendorf, fordert die Einbindung von Betroffenen in Diskussionen. Das Fanbündnis „Unsere Kurve“ begrüßte die Initiative zur Einbindung, kritisierte jedoch die zentrale Stadionverbotskommission.
Der Bayerische Innenminister Herrmann erklärte, dass Pyrotechnik in Stadien nicht toleriert wird. Sowohl Herrmann als auch Watzke betonten die Gefahren von Pyrotechnik, insbesondere angesichts der erhöhten Zahl von Verletzten im Vergleich zu Zeiten vor der Coronakrise, was die Notwendigkeit einer effektiven Lösung unterstreicht.
Die Entwicklungen rund um die Geldstrafen und die Sicherheitsmaßnahmen zeigen, wie wichtig es ist, die Gefahren im Fußball ernst zu nehmen und Lösungen zu finden, um künftige Vorfälle zu verhindern.