Am 5. April 2025 eröffnet der ADAC Pfalz in Herxheim zwei neue Radservice-Stationen. Dieser Schritt erfolgt in Zusammenarbeit mit lokalen Vertretern aus der Gemeinde, dem Kreis und dem MSV Herxheim. Die neuen Einrichtungen sind Teil einer Initiative zur Anpassung an den Mobilitätswandel und zur Förderung der Fahrradnutzung, die bundesweit an Fahrt gewinnt. Im Jahr 2024 hatte der ADAC bereits damit begonnen, Radservice-Stationen an ausgewählten Standorten entlang von Radwegen zu errichten. Bis 2025 sind zehn weitere Stationen geplant, was die zunehmende Bedeutung der Radinfrastruktur verdeutlicht.
Die beiden neuen Standorte in Herxheim befinden sich am Festplatz hinter der Festhalle sowie am Waldstadion. Die feierliche Eröffnung fand am Festplatz statt, wo Joachim Ohmer, der Vorsitzende des ADAC Pfalz, den anwesenden Gästen für ihre Unterstützung dankte. Dabei hob er hervor, dass die örtlichen Vereine wie der MSV Herxheim für den ordnungsgemäßen Zustand der Stationen verantwortlich sind und Mängel bei Bedarf melden.
Wichtige Infrastruktur für Radfahrer
Die Notwendigkeit einer gut ausgebauten Infrastruktur für Radfahrer betonte auch Bürgermeister Sven Koch. Christian Sommer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Herxheim, lobte zudem die hochwertige Ausstattung der neuen Stationen. Diese Einrichtungen sind mit robusten Werkzeugen ausgestattet, darunter Fußluftpumpen, Reifenheber und verschiedene Schlüssel, um Reparaturen an Fahrrädern, Kinderwagen, Skateboards und Rollstühlen zu ermöglichen.
Die Stationen stehen rund um die Uhr zur Verfügung und sind für alle Nutzer zugänglich, unabhängig von einer ADAC-Mitgliedschaft. Dies fördert den Zugang zu solchen Serviceleistungen und unterstützt die wachsende Community der Radfahrer. Seit der Einführung der ersten Radservice-Stationen in 2022 in Orten wie Contwig, Maikammer und Freinsheim hat sich das Netzwerk kontinuierlich erweitert. Auch in weiteren Städten wie Pirmasens und Herxheim wurden neue Einrichtungen eröffnet. Eine umfassendere Liste von Standorten umfasst Städte in Deutschland, die sich verstärkt für die Bereitstellung von Radservices einsetzen, darunter München, Mannheim und Berlin, wo der ADAC bereits mehrere Stationen eingerichtet hat.
Fahrzeugnutzung im Wandel
Im Kontext aktueller Entwicklungen in der Fahrradinfrastruktur in Europa zeigt ein neues Analyse-Tool des Europäischen Radfahrerverbandes (ECF), dass viele Großstädte auf das veränderte Mobilitätsverhalten ihrer Bürger reagieren. Während COVID-19 beschleunigte sich der Ausbau von Radwegen. 31 von 94 größten EU-Städten haben in dieser Zeit Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur angekündigt oder umgesetzt. Auch deutsche Städte wie Berlin, Stuttgart und Düsseldorf haben temporäre Radfahrstreifen eingerichtet, während andere Großstädte ihre Netzwerke weiter ausbauen.
Insgesamt wurden seit Beginn der Erholungsphase mindestens 823 Millionen Euro für aktive Mobilität bereitgestellt. Damit ist eine klare Tendenz zu erkennen: Die Förderung der Fahrradnutzung findet nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern großen Anklang. Städte wie Rom, Paris oder Brüssel planen erhebliche Investitionen in ihre Fahrradinfrastruktur, was die Wichtigkeit und die wachsende Akzeptanz von Fahrrädern als Verkehrsmittel unterstreicht.
Die neu eröffneten Radservice-Stationen in Herxheim sind somit ein bedeutender Schritt in diese Richtung, unterstützt von der ADAC Fahrrad-Pannenhilfe, die seit 2022 für Mitglieder verfügbar ist. Mit den neuen Angeboten ist ein weiteres Kapitel in der Entwicklung einer nachhaltigen und benutzerfreundlichen Mobilitätsinfrastruktur aufgeschlagen.