Am 6. April 2025 äußerte der BAP-Sänger Wolfgang Niedecken den dringenden Wunsch nach mehr Offenheit in den Medien, insbesondere beim Engagement gegen Rechts. Der 74-Jährige beklagt, dass Songs, die sich klar gegen Rassismus und Neonazismus positionieren, kaum im Radio gespielt werden. „Die Medien müssen eine Rolle spielen, um die Musikbranche in diesem Bereich zu unterstützen“, erklärt Niedecken der Presse.
Mit seiner Erfahrung und den Initiativen, in denen er aktiv ist, versucht Niedecken, Engagement gegen rechtsradikale Tendenzen in der Gesellschaft zu fördern, ohne dabei in Übertreibungen zu verfallen. Er hat eine wesentliche Rolle in der Initiative „Arsch huh, Zäng ussenander“ gespielt, die bereits 1992 in Köln eine beeindruckende Mobilisierung von etwa 100.000 Menschen zu einer Demonstration gegen Rechts bewirkte.
Ein Lebenswerk gewürdigt
Für seinen Einsatz wurde Niedecken kürzlich bei den Radio Regenbogen Awards in Rust für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In seiner Dankesrede betonte er die Notwendigkeit von musikalischen Statements gegen Rassismus und dessen Bekämpfung in der Gesellschaft.
Zusätzlich zu Niedeckens Engagement gibt es in Deutschland zahlreiche musikalische Initiativen, die gegen Rechtsextremismus Stellung beziehen. So versammelten sich im September 2018 rund 65.000 Menschen in Chemnitz unter dem Motto „Wir sind mehr“, ein Konzert organisiert von Felix Kummer der Band Kraftklub, das mit Auftritten von renommierten Künstlern wie K.I.Z., Marteria, Casper und Die Toten Hosen gefeiert wurde.
Regelmäßige musikalische Statements
Ein weiteres bedeutendes Ereignis war das Konzert „Wir bleiben mehr“ im Jahr 2019, an dem unter anderem Herbert Grönemeyer und Alligatoah auftraten. Dies verdeutlicht, wie stark Musik in Deutschland als Mittel gegen Rassismus und für eine vielfältige Gesellschaft gesehen wird.
Ein Beispiel für ein jährliches Event, das sich dem Kampf gegen Rechts widmet, ist das Festival „Rock gegen Rechts“ in Düsseldorf. Solche Veranstaltungen und die kontinuierlichen Anstrengungen von Künstlern wie Niedecken tragen zur Schaffung eines Bewusstseins und einer solidarischen Gemeinschaft bei, die sich aktiv dem Rechtsextremismus entgegenstellt.
Die Musikszene zeigt durch ihr Engagement, dass sie ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen Bewegung gegen Rassismus ist und weiterhin kreative und berührende Wege findet, um die Botschaft der Toleranz und Vielfalt zu verbreiten.
Der umfangreiche Einsatz von Künstlern und Initiativen hat auch in der Vergangenheit gezeigt, dass sich durch Musik eine starke Einheit gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz bilden lässt. Diese Bestrebungen sind nicht nur ein Zeichen des Widerstands, sondern auch eine Aufforderung an alle, sich aktiv für eine weltoffene und diverse Gesellschaft einzusetzen.
Für weitere Informationen über Wolfgang Niedecken und sein Engagement gegen Rechts, können Sie radiowestfalica.de besuchen. Informationen über die Kölner Künstlerinitiative finden Sie bei spiegel.de und eine breitere Diskussion über Musik gegen Rassismus und für Klimaschutz auf deutschland.de.