Am 1. April 2025 beginnt das Internationale Frauenfilmfest in Dortmund und Köln, das bis Sonntag andauern wird. Über 100 Filme aus 42 Ländern werden auf dem Festival präsentiert, ergänzt durch Workshops, Vorträge und Live-Musik. Trotz der Vielzahl an Angeboten ist das Programm im Vergleich zu früheren Jahren kleiner, da weniger Fördergelder zur Verfügung standen und die Kosten gestiegen sind. Im Rahmen der Veranstaltung werden insgesamt 22.000 Euro an Preisen vergeben.
Gleichzeitig werden in Essen die Arbeiten zur Verfüllung der Zeche Zollverein abgeschlossen. Diese Maßnahme, die zwei Jahre in Anspruch nahm, umfasste das Pumpen von Beton in zwei Schächte. Die Bergleute hatten bis zuletzt die Verantwortung für das Abpumpen des Grubenwassers übernommen. Mit der endgültigen Verfüllung der letzten Zeche im Ruhrgebiet wird ein bedeutendes Kapitel der bergbaulichen Geschichte abgeschlossen. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen wird am Mittag den symbolischen Deckel auf die Schächte setzen.
Politisches Urteil gegen Marine Le Pen
In der politischen Szene sorgt ein Urteil gegen Marine Le Pen, die Fraktionschefin des Rassemblement National (RN), für Aufsehen. Ein Pariser Strafgericht verurteilte sie wegen Veruntreuung von EU-Geldern zu vier Jahren Haft: zwei Jahre mit einer elektronischen Fußfessel und zwei Jahre zur Bewährung. Le Pen und acht weitere ehemalige EU-Abgeordnete sowie zwölf Assistenten wurden schuldig gesprochen, zwischen 2004 und 2016 systematisch EU-Gelder veruntreut zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da Le Pen angekündigt hat, Berufung einzulegen; jedoch hat diese keinen aufschiebenden Effekt, sodass das Urteil sofort wirksam ist.
Die Folgen des Urteils sind gravierend für Le Pen und ihre Partei: Ihr wurde das passive Wahlrecht entzogen, womit sie nicht an der Präsidentschaftswahl 2027 teilnehmen kann. Politikwissenschaftlerin Hélène Miard-Delacroix äußerte, dass dieses Urteil Le Pen schwer getroffen habe und die Chancen ihrer Partei bei den geplanten Wahlen erheblich gesenkt worden seien. Die Partei, stark auf Le Pen fokussiert, sieht sich nun in einer Zwickmühle; Unsicherheiten über mögliche Ersatzkandidaten bringen zusätzliche Herausforderungen mit sich.
Während Le Pen ihr aktuelles Mandat im französischen Parlament behalten darf, plant sie, gegen ihre Strafe und die Regierung Position zu beziehen. Politikwissenschaftler warnen jedoch davor, die extreme Rechte in Frankreich zu unterschätzen, da Le Pens Ideen weiterhin präsent bleiben werden. Jordan Bardella, Parteivorsitzender des RN, könnte die Partei als Opfer der Justiz darstellen und versuchen, die politischen Wogen zu glätten.
Insgesamt zeigt sich, dass die politische Landschaft in Frankreich durch das Urteil gegen Marine Le Pen erheblich beeinträchtigt wird. Der Rassemblement National steht vor der Herausforderung, sich neu zu positionieren, während andere Parteien sich um die Wähler der rechtsextremen Partei bemühen könnten.
So manifestiert sich ein dynamischer und herausfordernder April 2025 in Deutschland und Frankreich gleichermaßen, geprägt durch kulturelle Veranstaltungen und weitreichende politische Entscheidungen.
WDR berichtet, dass … Hier finden Sie mehr zu den aktuellen Ereignissen in NRW und Umgebung. ZDF informiert über aktuelle politische Entwicklungen in Frankreich … Lesen Sie hier weiter.