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Montag, 7. April 2025

Pléa glänzt als Geheimwaffe: Gladbachs Hoffnung auf die Europa-Plätze!

Alassane Pléa glänzt als Schlüsselspieler bei Borussia Mönchengladbach und führt die Mannschaft in der Bundesliga-Saison 2025.

Ehrung für 70 Jahre Treue: Alfred Fleischer bleibt Ford Sorg verbunden

Alfred Fleischer wird für 70 Jahre bei Ford Sorg in Fulda geehrt. Der 84-Jährige bleibt dem Unternehmen weiterhin verbunden.

Helios St. Elisabeth Klinik erneut als Top-Traumazentrum ausgezeichnet!

Die Helios St. Elisabeth Klinik in Oberhausen wurde erneut von der DGU zertifiziert, um Schwerverletzte optimal zu versorgen.

Los Angeles: Vier Milliarden Dollar für Opfer sexuellen Missbrauchs!

Der Kreis Los Angeles hat beschlossen, vier Milliarden Dollar an die Opfer sexuellen Missbrauchs in Jugendanstalten und Kinderheimen zu zahlen. Diese historische Einigung umfasst nahezu 7.000 Fälle und wird als beispiellos eingestuft. Die „Los Angeles Times“ berichtete, dass ein neues Gesetz von 2020 die Verjährungsfristen für Missbrauchsfälle gelockert hat, wodurch viele Männer und Frauen die Möglichkeit hatten, ihre tragischen Erlebnisse öffentlich zu machen. Die Einigung muss jedoch noch von einem Schadenregulierungsausschuss und einem Aufsichtsgremium geprüft werden.

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Der Vertreter von Los Angeles nannte die Einigung historisch, auch wenn die finanziellen Belastungen für den bereits angeschlagenen Landkreis erheblich sind. Mit Mittelkürzungen aus Washington und den Herausforderungen durch Flächenbrände steht der Bezirk unter hohem Druck.

Missbrauch im MacLaren Children’s Center

Besonders betroffen von den Vorwürfen ist das MacLaren Children’s Center, das als „Horrorhaus“ tituliert wird. Eine Untersuchung hat ergeben, dass über Jahrzehnte hinweg keine systematische Überprüfung der Mitarbeiter auf kriminelle Hintergründe stattfand. Berichte über sexuellen Missbrauch und Gewalt innerhalb dieser Einrichtung sind alarmierend. Eine Frau, die dort als Teenager war, erzählt von Übergriffen durch einen Mitarbeiter des Heims und von Drohungen, als sie den Vorfall melden wollte. Ihr Schicksal ist nur eines von vielen, das die dunkle Vergangenheit des MacLaren Children’s Centers beleuchtet.

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Nach der Schließung von MacLaren im Jahr 2003 sind etwa 200 ehemalige Bewohner mit Missbrauchsvorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen. Acht Frauen und vier Männer, darunter Schwestern, reichten kürzlich Klage gegen den Landkreis ein. Die Klage thematisiert Übergriffe und Zwangshandlungen, die zwischen 1988 und 2001 stattfanden. Ein besonders erschütternder Fall berichtet von einem Missbrauchsopfer, das bereits im Alter von nur fünf Jahren leidet, während ein anderes Kind bestraft wurde, nachdem es einen Übergriff gemeldet hatte.

Die Behörde für Kinder- und Familiendienste von Los Angeles (DCFS) äußerte sich nicht zu den laufenden Verfahren, hat jedoch in der Vergangenheit hinsichtlich ihrer Ermittlungen zu Missbrauchsvorwürfen in der Kritik gestanden. Ein Anwalt beschreibt die Zustände im MacLaren als „praktisch ein Kindergefängnis“. Ein Bericht aus dem Jahr 2001 belegte, dass viele der Mitarbeiter des Heims Vorstrafen hatten, was die mangelhafte Aufsicht und die unzureichenden Hintergrundprüfungen aufzeigt.

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Ein Netzwerk des Missbrauchs

Die Vorfälle im MacLaren Children’s Center sind Teil eines größeren Problems in der Kinder- und Jugendhilfe, die von einem bundesweiten Netzwerk von Sozialpädagogen, Behörden und Wissenschaftlern bedroht wird. Eine Studie der Universität Hildesheim hat aufgedeckt, dass sexualisierte Gewalt in der Kinder- und Jugendhilfe bis in die 2000er Jahre systematisch gedeckt wurde, auch unter dem 2008 verstorbenen Sexualwissenschaftler Helmut Kentler. Dieses Netzwerk umfasste mehrere Städte und betrieb ein sogenanntes Kentler-Experiment, bei dem Kinder und Jugendliche gezielt an pädophile Pflegeväter vermittelt wurden.

Im Auftrag der Berliner Bildungsverwaltung zeigte eine neue Studie, dass im Jahr 2022 mehr als 17.000 Opfer sexualisierter Gewalt in der Jugendhilfe dokumentiert wurden. Kerstin Claus, die unabhängige Beauftragte der Bundesregierung, betonte die Dringlichkeit einer ordentlichen Aufarbeitung dieser Vorfälle. Die Reportagen und Studien verweben ein Bild von unzureichender Kontrolle, unwilliger Aufarbeitung und einem tief verwurzelten System, das über Jahrzehnte hinweg versagt hat, Gewalt zu verhindern oder zu ahnden.

Der Umgang mit diesen Themen erfordert politischen Willen für eine umfassende Aufklärung, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und um sicherzustellen, dass derartige Missstände in der Zukunft unterbunden werden.

Weitere Informationen, Referenzen & Quellen:

https://www.radioeuskirchen.de/artikel/la-willigt-in-milliardenzahlung-fuer-missbrauchsopfer-ein-2290953.html
https://www.latimes.com/california/story/2022-05-17/abuse-allegations-maclaren

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