Der ASV Hamm-Westfalen musste am 31. März 2025 eine bittere Niederlage im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga hinnehmen. Das Team verlor beim VfL Lübeck-Schwartau mit 26:30. Der Ausgang dieser Partie könnte entscheidend für den weiteren Verlauf der Saison sein, da beide Mannschaften dringend Punkte benötigten. Mit 1.764 Zuschauern war die Stimmung beim Lübecker Familientag entsprechend angespannt.
VfL Lübeck-Schwartau, der sich vor dem Spiel auf dem vorletzten Platz befand, konnte durch diesen Sieg wichtigen Boden im Kampf gegen den Abstieg gutmachen. Auf der anderen Seite bleibt der ASV Hamm-Westfalen nur auf dem zwölften Rang, was bedeutet, dass das Team weiterhin um den Klassenverbleib bangen muss. ASV-Coach Michael Hegemann zeigte sich enttäuscht über die Fehler seines Teams in der entscheidenden Schlussphase, zählte sie zu den Gründen für die Niederlage.
Spielverlauf im Detail
Der ASV startete gut in das Spiel und konnte früh mit 3:1 in Führung gehen. Diese Dominanz währte jedoch nicht lange; Lübeck übernahm im Verlauf der ersten Halbzeit die Kontrolle. Genauer gesagt fiel Lübeck auf 4:3 zurück, erarbeitete sich schließlich eine 13:10-Führung zur Halbzeit, nach einem beeindruckenden 5:1-Lauf in den letzten sieben Minuten der ersten Hälfte.
In der zweiten Halbzeit ging es zunächst mit einem Rückstand von fünf Toren für Hamm weiter. Nach 43 Minuten stand es 23:18 für Lübeck. Der ASV musste im Angriff kreativ werden, um den Rückstand aufzuholen. Eine Umstellung in der Deckung führte zu einem Aufwind: Hamm erzielte einen 3:0-Lauf und kämpfte sich bis auf 23:21 heran. In der hektischen Schlussphase gelang es Kaspar Böttcher in der 56. Minute, den Ausgleich zum 26:26 zu erzielen.
Wenn alles darauf hindeutete, dass Hamm die Chance auf einen Punktgewinn nutzen könnte, wendete sich das Blatt. Lübeck ließ sich nicht beirren und warf in den Schlussminuten vier Tore nacheinander, was den Sieg sicherte. Hegemann kritisierte nach dem Spiel die technischen Fehler, die dem Team in der entscheidenden Phase unterliefen und letztlich das Spiel kosteten.
Zukünftige Herausforderungen
Der ASV hat in der kommenden Woche mehrere knifflige Partien auf dem Programm. Am Samstag stehen sie um 19:30 Uhr dem TuS Ferndorf gegenüber, gefolgt von einem Heimspiel gegen HSG Nordhorn-Lingen am Mittwoch um 19 Uhr. Der ASV konnte am vergangenen Mittwoch noch einen Sieg mit 37:34 gegen die HSG feiern, was den Spielern etwas Luft im Kampf um den Klassenverbleib verschaffte.
Am Rande des Spiels gab es auch persönliche Ereignisse, die das Team begleiteten: Felix Hertlein feierte seinen 33. Geburtstag und Jakub Sterba konnte die Geburt seines Kindes vermelden. Während die Freude über diese Erfolge bestehen bleibt, bleibt die sportliche Herausforderung in der 2. Handball-Bundesliga für den ASV drängend.