Pierce Brosnan, der ehemalige James-Bond-Darsteller, hat verkündet, dass er kein Interesse an einer Rückkehr zur ikonischen Rolle hat. Der 71-Jährige erklärte, die Figur des Agenten 007 sei nun „der Job eines anderen Mannes“. Brosnan spielte von 1995 bis 2002 in vier Filmen, zu denen auch Klassiker wie „GoldenEye“ und „Die Welt ist nicht genug“ gehören. Seine nächste Rolle wird die des Gangsterbosses Conrad Harrigan in Guy Ritchies kommender Serie „Mobland“ auf Paramount+ sein, die am 30. Mai in Deutschland Premiere feiert.
Aktuell ist die Spekulation über den nächsten Bond-Darsteller in vollem Gange, nachdem Daniel Craig die Staffelübergabe vollzogen hat. Viele Fans haben im Internet ihre Wünsche geäußert, Brosnan in einer möglichen Rückkehr als älteren Bond zu sehen. Der Schauspieler zeigte sich geschmeichelt über die Unterstützung und nahm die Zuneigungen seiner Anhänger mit Dankbarkeit an. Dennoch bleibt eine Rückkehr als unwahrscheinlich.
Der Verlauf der Bond-Darstellung
Die James-Bond-Filmreihe, die 1962 mit Sean Connery begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einer der ikonischsten und erfolgreichsten Marken im Filmgeschäft entwickelt. Brosnan war nicht sofort als Bond etabliert, da vor ihm Timothy Dalton den Agenten verkörperte. Beide Schauspieler hatten damals ambivalente Versuche, in die Rolle zu schlüpfen, und Dalton konnte zunächst nicht vor Brosnan besetzt werden. Als Brosnan 1995 über den Film „GoldenEye“ in die Rolle eintrat, war dies das Ergebnis langwieriger Verhandlungen und Terminprobleme, die ihn zuvor davon abhielten.
Brosnan äußerte in einem Interview, dass er keine Präferenzen für den nächsten Bond-Darsteller hat, und wünschte dem Nachfolger viel Glück. Die Produzenten der Bond-Reihe haben inzwischen die kreative Kontrolle über ihre Projekte an Amazon MGM Studios abgegeben, was für einen grundlegenden Neuanfang der Reihe spricht. Produzenten wie Amy Pascal, bekannt aus dem „Spider-Man“-Franchise, und David Heyman, Produzent der „Harry-Potter“-Filme, sind nun an Bord für die kommende Inkarnation von James Bond.
Ein kulturelles Erbe
James Bond, geschaffen von Ian Fleming, trat erstmals 1953 im Roman „Casino Royale“ auf und wurde in zahlreichen Filmen und Geschichten, die über die Jahre produziert wurden, zum kulturellen Symbol. Die Rolle hat sich zu einer der prestigeträchtigsten im Filmgeschäft entwickelt, mit Darstellern wie Sean Connery, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig, die die Figur geprägt haben.
Die Filme sind bekannt für spektakuläre Verfolgungsjagden, exotische Schauplätze und einprägsame Musik, die von berühmten Künstlern beigesteuert wurden. Die Reihe wird international anerkannt und hat viele andere Filme und Serien beeinflusst, während sie gleichzeitig zu einer kulturellen Ikone wurde. Der Name James Bond wird für viele auch mit der klassischen Vorstellung verbunden: „Mein Name ist Bond. James Bond.“
Mit dem fortschreitenden Wandel in der Filmindustrie, insbesondere nach der Übernahme durch Amazon, wird die nächste Phase der Bond-Filmreihe mit Spannung erwartet. Die Kombination aus neuer kreativer Kontrolle und der Suche nach einem frischen Gesicht für den legendären Geheimagenten könnte die Geschichte von James Bond neu definieren.