Olsberg plant den gezielten Ausbau der Windkraft im Stadtgebiet, was in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen von Hubertus Schulte, dem Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, ausführlich vorgestellt wurde. In den letzten Wochen gab es wichtige Entwicklungen, die die Genehmigungsverfahren für Windkraftprojekte betreffen.
Ein zentraler Punkt ist das Änderungsverfahren zum Regionalplan, das Vorrangbereiche für Windenergie festlegen soll. Der Regionalrat Arnsberg hat Mitte März 2025 einen Feststellungsbeschluss gefasst, der eine baldige Rechtskraft des Planwerks ermöglicht. In Olsberg sollen drei Windenergiebereiche entstehen: Antfeld, Mannstein und Ochsenkreuz. Diese Gebiete umfassen insgesamt 428 Hektar, was 3,63 Prozent der Gesamtfläche von 11.790 Hektar entspricht.
Fortschritte bei Genehmigungsverfahren
Besonders bemerkenswert ist, dass Olsberg mit einem Anteil von 3,63 Prozent über dem Landesziel von 2,13 Prozent liegt, was die Stadt über den Landesdurchschnitt hebt. Derzeit sind zahlreiche Windkraftanlagen im Genehmigungsverfahren oder bereits genehmigt – auch außerhalb der festgelegten Regionalplan-Flächen. So wurden im Projektgebiet Plackweg, nördlich von Antfeld, im Februar zehn Windräder der Firma JUWI genehmigt.
Für das Projekt in Antfeld-West haben die Stadt Olsberg und die Waldgenossenschaft-Forstinteressenten Antfeld, die als Projektierer auftritt, bereits eine erneute Beteiligung in Gang gesetzt. Von den geplanten vier Anlagen liegt eine außerhalb der Regionalplan-Flächen. Auch im Projektgebiet Antfeld Ost ist Fortschritt zu vermelden, wo vier Windräder der Firma JUWI voraussichtlich im Mai 2025 in Betrieb gehen sollen.
Ein positiver Vorbescheid für sieben Windräder wurde zudem im March 2025 an die Naturwerk Windenergie GmbH für das Projekt Helmeringhausen West erteilt. Diese Anlagen würden ebenfalls außerhalb der vorgesehenen Windenergiebereiche liegen. Ein weiterer Vorbescheid vom Hochsauerlandkreis betrifft vier Windräder im Bereich Heidkopf, die auch außerhalb der festgelegten Flächen errichtet werden sollen.
Öffentliche Beteiligung und Genehmigungsverfahren
Die juwi AG hat für zwei Windenergieanlagen in Olsberg (Mannstein I und II) Genehmigungen gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) beantragt. Der Hochsauerlandkreis fungiert als zuständige Genehmigungsbehörde und prüft die Einwendungen, wobei diese nicht mehr in Präsenzveranstaltungen, sondern online behandelt werden. Diese Änderungen ergeben sich teilweise aus der Covid-19-Pandemie, die auch die ursprünglich für den 07. Juli 2021 in Brilon geplanten Erörterungen beeinflusste.
Ein umfassenderes Bild der aktuellen Gesetzgebung wird durch die geplanten Änderungen im Raumordnungsgesetz der Bundesregierung erkennbar. Diese sollen eine Modernisierung und Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren für Windkraftprojekte anstoßen. Bauministerin Klara Geywitz hebt den Investitionsstau in erneuerbare Energien hervor und verspricht eine Verfahrensdauer von maximal sechs Monaten für Raumordnungsverfahren, um den Ausbau von Windparks zu fördern. Das Ziel dieser Anpassungen ist es, die Genehmigungsverfahren um bis zu ein Jahr zu verkürzen, insbesondere innerhalb ausgewiesener Gebiete.
Die Entwicklungen in Olsberg zeigen, dass die Stadt aktiv an der Umsetzung von Windenergieprojekten arbeitet, um sowohl den lokalen als auch den übergeordneten Energiewende-Zielen gerecht zu werden. Weitere Informationen darüber, wie sich die Genehmigungsverfahren und die genehmigten Windkraftanlagen gestalten, sind auf der Internetseite des Hochsauerlandkreises zu finden. Die dynamischen Änderungen und das Engagement der Stadt können als Indikator für den voranschreitenden Umbau zu einer nachhaltigeren Energieversorgung verstanden werden.
Für detaillierte Informationen zu Genehmigungsverfahren und weiteren Windkraftprojekten in Olsberg sind die entsprechenden Informationen bereit auf der Webseite von brilon-totallokal.de sowie dem Hochsauerlandkreis erhältlich. Weitere Entwicklungen auf bundespolitischer Ebene sind beim bundesregierung.de nachzulesen.