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Donnerstag, 3. April 2025

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Gochs Geschichte: Vom kleinen Dorf zur blühenden Stadt am Niederrhein

Am 1. Januar 1975 wurde der Kreis Kleve ins Leben gerufen, ein bedeutender Schritt in der kommunalen Reformgeschichte der Region. Der Ursprung dieser Neugliederung ist jedoch weitreichender und beginnt bereits 1969. So initiierte die Stadt Goch kommunale Reformen, die am 1. Juli 1969 mit der Auflösung des Amtes Asperden und der Eingliederung der Gemeinden Asperden und Pfalzdorf in die Stadt Goch ihren Anfang nahmen. Diese Eingliederung war jedoch von den betroffenen Gemeinden nicht gewünscht und sorgte für Unmut unter der Bevölkerung.

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Durch diese Reform entstand eine neue Stadt Goch, die nun eine Fläche von 115,32 Quadratkilometern umfasst. Angepasst an den demografischen Wandel hat die Stadt Goch heute rund 27.315 Einwohner, die sich auf die unterschiedlichen Ortsteile – Goch, Pfalzdorf, Asperden, Hassum, Hommersum, Hülm, Kessel und Nierswalde – verteilen. Goch ist damit flächenmäßig die drittgrößte Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Details zur Neugliederung

Die Neugliederung des Landkreises Kleve wurde durch ein Gesetz vom 11. März 1969, welches am 24. März 1969 verkündet wurde, in Gang gesetzt. Die Wirkung der Neugliederung trat am 1. Juli 1969 in Kraft. Zuvor war die Region durch mehrere Städte, amtsfreie Gemeinden und zahlreiche amtsangehörige Gemeinden geprägt, darunter auch die Stadt Kleve und die Gemeinde Materborn. Diese Reform beinhaltete die Bildung neuer amtsfreier Gemeinden und die Auflösung mehrerer Ämter, wie beispielsweise dem Amt Kranenburg und dem Amt Rindern. Goch war eine der Städte, die durch den Zusammenschluss mit anderen Gemeinden zur neuen Stadt Goch wurde.

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Die umfassenden Änderungen, die mit der Neugliederung einhergingen, wurden im Niederrhein-Gesetz vom 9. Juli 1974 verankert. Dieses Gesetz führte nicht nur zur Bildung des neuen Kreises Kleve, sondern auch zum Zusammenschluss der Gemeinden des Kreises Kleve mit dem Kreis Geldern sowie drei weiteren Gemeinden. Diese langfristigen Reformen hatten bedeutende Auswirkungen auf die Verwaltung und den politischen Rahmen der Stadt Goch und der Region insgesamt.

Goch im Kontext

Die Stadt Goch, als mittlere Kreisangehörige Stadt im Kreis Kleve gelegen, ist Mitglied der Euregio Rhein-Waal und beeindruckt durch mehrere historische Aspekte. Erstmals wurde Goch bereits im Jahr 1261 als Stadt erwähnt, wobei die Stadtrechte vermutlich während der Regierungszeit von Otto II. im Zeitraum von 1229 bis 1271 verliehen wurden. Über die Jahrhunderte hinweg erlebte Goch zahlreiche Herrschaftswechsel, darunter die Zugehörigkeit zu Geldern, Kleve und Preußen. Zudem war die Stadt im Zweiten Weltkrieg stark betroffen, da etwa 80% der Bebauung durch Bombardierungen zerstört wurden.

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In der modernen Zeit zeigt sich Goch als eine Stadt mit einer lebendigen Kultur und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Sehenswürdigkeiten wie das Steintor, das Geburtshaus von Arnold Janssen und das Kultur- und Kongresszentrum ziehen Besucher an. Sportlich hat Goch mit 43 Sportvereinen und vielfältigen Sporteinrichtungen viel zu bieten. Die Stadtpflege seit 1899 zeigt sich unter anderem im Engagement des DRK-Ortsvereins. Zudem sind Verkehrsverbindungen über die Bahnhöfe gut ausgebaut, mit Nähe zu den Flughäfen Weeze und Düsseldorf International.

Heute wird die politische Landschaft Gocher Kommunalwahlen von der CDU dominiert, die bei der letzten Kommunalwahl in 2009 mit 48,9% der Stimmen hervorging. Diese Bewegungen und Entwicklungen zeigen, wie dynamisch die Stadt Goch nach der Neugliederung weiterhin geblieben ist und wie sehr vergangene Beschlüsse die Gegenwart und Zukunft der Region prägen.

Weitere Informationen, Referenzen & Quellen:

https://rp-online.de/nrw/staedte/goch/50jahre-kreis-kleve-die-geburtsstunde-des-kreises-in-goch_aid-125744997
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Neugliederung_des_Landkreises_Kleve

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