Ab dem 1. April 2025 laufen die Notrufe aus Langenfeld und Monheim bei der Kreisleitstelle in Mettmann. Dies ist ein bedeutender Schritt in der Notfallkommunikation der Region, da die beiden Städte ihre gemeinsame Notrufabfrage aufgeben und auf die zentrale Leitstelle umschalten. Bereits seit längerem sind die anderen acht Städte im Kreis Mettmann, nämlich Heiligenhaus, Mettmann, Wülfrath, Erkrath, Hilden, Ratingen, Haan und Velbert, an diese Leitstelle angeschlossen. Die Entscheidung zur Umstellung wurde als organisatorisch, technisch, wirtschaftlich und rechtlich alternativlos vom Kreis Mettmann bezeichnet.
Die Kreisleitstelle wurde 1996 in Betrieb genommen und hat sich seitdem als zentrale Anlaufstelle für Notrufe im Kreis Mettmann etabliert. Zunächst wurden die Notrufe aus Heiligenhaus, Mettmann und Wülfrath bearbeitet. Im Laufe der Jahre kamen weitere Städte hinzu, sodass nun insgesamt zehn Städte im Kreis an diese zentrale Notrufabwicklung angeschlossen sind.
Wichtigkeit des Notrufs 112
Der Notruf 112 ist die zentrale Nummer für Notfälle, in denen Leib und Leben bedroht sind oder bedeutende Sachwerte gefährdet werden. Dies ist nicht nur eine lokale, sondern eine europaweit vereinheitlichte, kostenfreie Notrufnummer. Mit dem Anruf bei 112 werden die Anrufer direkt zur regional zuständigen Leitstelle verbunden, die dann die erforderlichen Einsatzkräfte und -mittel alarmiert.
Die Leitung der Einsätze wird durch einen Disponenten der Leitstelle koordiniert. Um die Effizienz der Einsätze zu erhöhen, wird ein spezielles Software-System eingesetzt, das den Disponenten bei der Disposition unterstützt. Bei größeren Einsatzlagen kann es zudem erforderlich sein, zusätzliche Kräfte aus benachbarten Leitstellen anzufordern.
Die fünf W-Fragen im Notfall
Für eine erfolgreiche Notfallmeldung sind einige wichtige Informationen erforderlich, die in Form der fünf W-Fragen abgefragt werden:
- Was ist passiert? (Lagebeschreibung)
- Wo ist es passiert? (Ort, Straße, Hausnummer, ggf. Stockwerk)
- Wie viele Verletzte gibt es? (genaue Zahl der Verletzten)
- Wer meldet den Notruf? (Name und ggf. Telefonnummer)
- Warten auf Rückfragen der Leitstelle.
Notrufe können nicht nur von Festnetz- und Mobiltelefonen abgesetzt werden, sondern auch von gesperrten Handys oder Prepaid-Handys ohne Guthaben. Auch Telefonzellen, Feuerwehr-Handdruckmelder, Taxis oder öffentliche Verkehrsmittel sind möglich.
Für alle weiteren Informationen zu den Notrufnummern und der regionalen Einsatzzentrale verwies die Feuerwehr Mettmann auf ihre Webpräsenz. Eine umfassende Übersicht über die Notrufnummern zeigt zudem die Relevanz der jeweiligen Dienste im Notfall:
Notrufnummer | Dienst |
---|---|
112 | Feuerwehr und Rettungsdienst |
110 | Polizei |
19222 | Krankentransport |
Mit dieser Umstellung wird eine umfassendere und zentralisierte Notfallversorgung im Kreis Mettmann gewährleistet, was letztendlich zu einer höheren Sicherheit für alle Einwohner führt.