Die Verkehrsunfallstatistik für den Oberbergischen Kreis wurde am 18. März 2025 in Gummersbach vorgestellt. Diese Bilanz zeigt eine erfreuliche Entwicklung: Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent gesunken. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 7.417 Verkehrsunfälle registriert, während die Zahl der Todesopfer von 16 auf 9 zurückging. Auch die Anzahl der Schwerverletzten verringerte sich, von 206 auf 135.
In Radevormwald gab es im Jahr 2024 197 Verkehrsunfälle, was einem Rückgang von 223 im Jahr 2023 entspricht. Diese Zahlen zeigen, dass Radevormwald den zehnten Platz von insgesamt 13 Kommunen im Oberbergischen Kreis in Bezug auf Verkehrssicherheit belegt. Die wenigsten Verkehrsunfälle wurden in den Gemeinden Reichshof, Nümbrecht und Bergneustadt verzeichnet.
Unfallstatistik und -ursachen
Die Statistik offenbart auch interessante Details über die Unfallursachen. Die häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle im Oberbergischen Kreis sind Fehler beim Vorfahren, Abbiegen sowie Geschwindigkeitsüberschreitungen. Letztere verzeichneten einen Rückgang um knapp 6 Prozent, während Unfälle aufgrund von Vorfahrtsverletzungen um 21 Prozent anstiegen.
Zusätzlich gab es einen Anstieg der Verkehrsunfälle mit Pedelecs um 27 Prozent, während die Unfälle mit Fahrradfahrern um 11 Prozent und die mit Fußgängern um 13 Prozent zurückgingen. Auch alkoholbedingte Unfälle sind gesunken, von 138 auf 95.
Motorradunfälle und weitere Maßnahmen
Besonders beachtenswert ist der Anstieg der Motorradunfälle, die von 73 auf 83 stiegen. Bei diesen Unfällen sind vier Personen ums Leben gekommen, 27 wurden schwer und 55 leicht verletzt. Von den verunfallten Motorrädern hatten 59 ein auswärtiges Kennzeichen, 24 waren im Oberbergischen Kreis registriert.
Um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen, plant die Polizei Oberberg umfangreiche Maßnahmen zur Verkehrsunfallprävention. Dazu gehören unter anderem Crash-Kurse und Geschwindigkeitsüberwachungen. Ein zentrales Ziel dieser Initiativen ist die Vision Zero, die Reduzierung der Verkehrstoten auf null.
Diese Entwicklungen und Statistiken unterstreichen die Bemühungen der örtlichen Behörden und der Polizei, die Verkehrssicherheit zu verbessern und das Bewusstsein für vorsichtiges Fahrverhalten zu schärfen. Während die Gesamtzahlen positiv sind, bleibt die Sensibilisierung für Verkehrssicherheit eine kontinuierliche Herausforderung.