Rot-Weiß Oberhausen bleibt seinem Kurs treu und hat den Vertrag mit Niklas Seeger als Cheftrainer der ersten Frauenmannschaft sowie als Sportlichen Leiter der Frauen- und Mädchenabteilung verlängert. Dies gab der Verein am 5. April 2025 bekannt. Die Entscheidung kommt in einem Moment, in dem das Team in der Landesliga auf dem zweiten Tabellenplatz steht, nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter SV Budberg, und unterstreicht das Vertrauen in die Arbeit von Seeger.
Seeger hat es geschafft, die Damenmannschaft als Spitzenteam in der Landesliga zu etablieren. Mit nur noch sieben verbleibenden Spieltagen hat die Mannschaft weiterhin gute Chancen auf den Aufstieg. Marcus Uhlig, der Vorstandsvorsitzende von RWO, lobte Seegers hervorragende „Arbeit und Engagement“, während Seeger seinerseits seine Freude über die Fortsetzung der Zusammenarbeit und seinen Dank an das Trainer- und Betreuerteam zum Ausdruck brachte.
Erfolge bei internationalen Turnieren
Parallel zu den laufenden Meisterschaftsspielen hat das Team kürzlich an einem international besetzten Hallenturnier teilgenommen. Wie auf der offiziellen Webseite des Vereins berichtet wird, startete das Team überaus erfolgreich in das Turnier. In der Gruppenphase gewannen die Rot-Weißen ihre ersten drei Spiele gegen den FFC Wacken München, FC Augsburg sowie Dukla Prag. Lediglich ein Spiel gegen den TSV Schwaben Augsburg ging verloren.
Durch den letztgenannten Sieg gegen den ASV Spatania Eislingen sicherten sich die Oberhausenerinnen den Einzug ins Viertelfinale. Dort mussten sie sich allerdings dem SV Jungingen geschlagen geben, nachdem sie mit 0:3 verloren hatten. Im anschließenden Halbfinale um die Plätze fünf bis acht unterlagen sie dem FC Stern München mit 1:2. Abschließend sicherten sie sich dennoch den siebten Platz, indem sie im entscheidenden Spiel den FC Augsburg mit 2:1 besiegten.
Die Geschichte des Frauenfußballs
Ein Blick in die Geschichte des Frauenfußballs zeigt, dass diese Erfolge auf jahrzehntelangen Kämpfen und Entwicklungen basieren. Der Frauenfußball hat in Deutschland eine bewegte Geschichte, die bis in die 1930er Jahre zurückreicht. Lotte Specht gründete 1930 den „1. Deutschen Damen Fußballclub“ und kämpfte für die Rechte der Fußball spielenden Frauen, doch der Weg war steinig. Trotz gesellschaftlicher Vorurteile und aufkommender Widerstände gegen Frauen im Sport setzte sich der Frauenfußball langsam durch.
Nach dem Ersten Weltkrieg und besonders im Nachkriegsdeutschland organisierten sich Frauen in Fußballvereinen. Im Jahr 1951 nahm Blau-Weiß Oberhausen beispielsweise den Spielbetrieb auf, trotz massiven Widerstands von Presse und DFB, der bis 1970 ein Verbot gegen Damenmannschaften aufrechterhielt. Die Entwicklung führte schließlich 1982 zu den ersten offiziellen Länderspielen, und die Begeisterung für den Frauenfußball nahm stetig zu.
Heute zeigt Rot-Weiß Oberhausen, dass sich die kontinuierliche Arbeit und langfristige Planung im Frauenfußball auszahlen. Mit der Vertragserweiterung für Trainer Seeger und erfolgreichen Turnierteilnahmen festigt der Verein seine Rolle als ernstzunehmende Kraft im deutschen Frauenfußball.