Rund 10.000 Haushalte in Oberhausen werden in den kommenden Monaten mit Post von der Stadt konfrontiert. Diese Haushalte wurden zufällig ausgewählt, um an einer umfassenden Mobilitätsumfrage teilzunehmen, die im April und Mai 2025 stattfinden soll. Ziel der Umfrage ist es, ein präzises Bild über die zurückgelegten Wege sowie die genutzten Verkehrsmittel der Bürger zu erhalten. Die Erhebung wird durch das Ingenieurbüro Helmert aus Aachen durchgeführt, was die Professionalität der Studie unterstreicht, berichtet [radiooberhausen.de].
Die Stadtverwaltung von Oberhausen hat besondere Bedeutung in die Umfrage gelegt. Eingeladen werden die Befragten, ihre Verkehrsmittelwahl offen zu legen – seien es Autofahrten, Fahrradtouren, Fußwege oder die Nutzung des öffentlichen Verkehrs. Diese Daten sind entscheidend, um das tägliche Verkehrsaufkommen und die zukunftsweisenden Bedürfnisse der Verkehrsangebote in der Stadt genauer zu erfassen. Die Teilnahme an der Umfrage ist sowohl digital über einen Online-Fragebogen als auch schriftlich und telefonisch möglich. Dabei wird betont, dass die Erhebung anonym und freiwillig ist, doch eine hohe Teilnahmequote ist für aussagekräftige Ergebnisse unerlässlich, wie [oberhausen.de] hervorhebt.
Ergebnisse und Relevanz der Mobilitätsumfrage
In Zusammenhang mit der Mobilitätsumfrage ist der sogenannte „Modal Split“ von besonderem Interesse. Dieser beschreibt die Verteilung der genutzten Verkehrsmittel – wie Bus, Auto, Fahrrad und Fußverkehr. Die Ergebnisse sollen nicht nur Auskunft über die Häufigkeit der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel geben, sondern auch Rückschlüsse auf die Nutzung umweltfreundlicher Alternativen ermöglichen, was die Einsatzbereitschaft der Stadt zur Förderung nachhaltiger Mobilität unterstützt.
Dr. Thomas Palotz, Beigeordneter der Stadt Oberhausen, betont die Wichtigkeit dieser Umfrage für die zukünftige Verkehrsinfrastruktur. Die Auswertung der Daten, die zum Ende des Jahres 2025 veröffentlicht werden, könnte helfen, Verkehrsangebote gezielter zu gestalten und eventuell auch neue Initiativen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs zu ergreifen, um den Bedürfnissen der Bürger besser gerecht zu werden.
Der Einfluss von Verkehrsmuster und Infrastruktur
Die Untersuchung des Verkehrsverhaltens zeigt, dass die Wahl des Verkehrsmittels stark von sozio-demografischen Merkmalen, dem Wegezweck sowie der vorhandenen Infrastruktur abhängt. In einer Erhebung zur Mobilität in Deutschland aus dem Jahr 2017 wurde festgestellt, dass motorisierte individuelle Verkehrsmittel, insbesondere das Auto, in ländlichen Gebieten bis zu 70% der zurückgelegten Wege ausmachen. In städtischen Gebieten ist dieser Anteil oft niedriger, was die Notwendigkeit eines vielfältigen und gut aufgestellten ÖPNV-Systems verdeutlicht, insbesondere in großen Städten, wo der ÖPNV-Anteil über dem Bundesdurchschnitt liegt.
Die Ergebnisse der Mobilitätsumfrage könnten dazu beitragen, die Verkehrspolitik Oberhausens an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bewohner auszurichten und somit auch den Fuß- und Radverkehr zu fördern. In vielen Städten zeigt sich, dass ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr für eine nachhaltige und flexible Mobilität unerlässlich ist. Der Zusammenhang zwischen Verkehrsverhalten und Infrastruktur ist klar: Ein verbessertes Verkehrsangebot könnte die Nutzung des ÖPNV erhöhen und somit auch der Verkehrswende in der Stadt dienlich sein.
Die Bürger sind aufgefordert, an dieser wichtigen Befragung teilzunehmen. Ihren Beitrag leisten sie durch die Bereitstellung wertvoller Daten, die der Stadt helfen, die zukünftige Mobilität im Sinne der Umwelt und der Lebensqualität zu gestalten, betont die Stadt Oberhausen. Weitere Informationen sind auf der offiziellen Website der Stadt verfügbar.