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Mittwoch, 2. April 2025

Kriminalität in Bad Kreuznach sinkt: Rückgang um fast 9 Prozent!

Die Polizeidirektion Bad Kreuznach berichtet über einen signifikanten Rückgang der Straftaten 2024, mit neuen Statistiken.

Mobilitätstag in Hamm: E-Mobilität, Blaulicht und Oldtimer erleben!

Mobilitätstag in Hamm am 2. April 2025: E-Mobilität, Blaulichtmeile, Oldtimer-Treffen und verkaufsoffener Sonntag.

Trockenheit im Werra-Meißner-Kreis: Landwirte warten dringend auf Regen!

Aktuelle Situation im Werra-Meißner-Kreis: Trockenheit und Temperaturveränderungen beeinflussen Landwirtschaft und Kirschblüte.

Jugendliche in Deutschland fürchten Krieg und Armut – Eine besorgniserregende Studie!

In Deutschland wächst die Sorgen der Jugendlichen. Laut der aktuellen Shell-Jugendstudie 2024 haben sich die Ängste vor Krieg, Armut und Umweltverschmutzung in den letzten Jahren intensiviert. Diese Studie basiert auf einer repräsentativen Stichprobe von 2509 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren und zeigt, dass die Mehrheit der Jugendlichen in Europa, besonders in Deutschland, einer zunehmend unsicheren Zukunft gegenübersteht. Besonders besorgniserregend ist, dass 80% der Befragten Angst vor einem Krieg in Europa haben und viele auch um ihre wirtschaftliche Lage fürchten.

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Noah und Charlotte, beide 18 Jahre alt und Abiturienten am Gymnasium Alleestraße in Siegburg, verkörpern diese Ängste. Noah äußert Bedenken über die Abschaffung des Bürgergeldes und die weltpolitische Lage. Aus seiner Sicht beeinflussen extreme Ansichten in sozialen Medien das politische Klima. Er berichtet auch von persönlichen Sorgen, da er als trans Person Bedenken bezüglich seiner Einreise in die USA aufgrund seines geänderten Geschlechts im Pass hat. Gleichzeitig sorgt sich Charlotte über den Rechtsruck in der Politik, insbesondere über die AfD und die damit einhergehende Polarisierung in sozialen Medien.

Apathie und Verantwortung

Während Noah und Charlotte offen über ihre Ängste sprechen, zeigt die Studie auch eine besorgniserregende Tendenz zum Rückzug aus politischen Diskussionen. Andreas Wabnik, der Leiter des Siegburger Kulturcafés, bemerkt ein abnehmendes Interesse der Jugendlichen an weltpolitischen Themen. Viele Jugendliche scheinen sich mehr auf ihre eigenen Entwicklungen und Zukunftsperspektiven zu konzentrieren, anstatt sich mit geopolitischen Fragen auseinanderzusetzen. Dies wird durch die Tatsache verstärkt, dass 56% der Jugendlichen zwar optimistisch in die Zukunft blicken, jedoch nur 57% in Ostdeutschland und 77% in Westdeutschland mit der Demokratie zufrieden sind.

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Patrick Mendel, Leiter des Jugendzentrums Deichhaus, hebt hervor, dass viele Schüler im Übergang von Schule zu Beruf in Siegburg keine großen Perspektiven sehen. Es besteht ein klarer Wunsch nach mehr Raum und Möglichkeiten in der Stadt. Diese Sorgen haben sogar lokale Beratungsangebote hervorgebracht, die Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Ängste zu bewältigen. Sibylle Friedhofen vom Sankt Augustiner Kinderschutzbund betont die Bedeutung, Ängste ernst zu nehmen und gleichzeitig positive Impulse zu setzen.

Wachsende Unterstützung für autoritäre Haltungen

Eine alarmierende Entwicklung zeigt sich ebenfalls in der Zunahme autoritärer Haltungen unter Jugendlichen: Der Anteil der Jugendlichen, die autokratische Positionen unterstützen, ist von 33% auf 44% gestiegen. In Ostdeutschland reicht die Zahl sogar bis zu 57%, die der Meinung sind, dass eine „starke Hand“ notwendig ist. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Unsicherheit nicht nur in persönlichen Sorgen, sondern auch in einer breiteren Systemkritik verankert ist.

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Die Shell-Jugendstudie belegt, dass 75% der Jugendlichen in Deutschland der Ansicht sind, dass das Land ihnen Möglichkeiten zur Verwirklichung ihrer Lebensziele bietet, während gleichzeitig die soziale Ungleichheit und damit verbundene Sorgen wachsenden Einfluss auf die Einstellung junger Menschen haben. Diese Dualität zwischen Hoffnung und Angst ist die Realität, mit der viele Jugendliche sich derzeit auseinandersetzen müssen.

Die SPD fordert daher eine stärkere Einbindung von Jugendlichen in die Politik, um Vertrauen aufzubauen und ihnen eine Stimme zu geben. Mit der Kombination aus persönlichen Ängsten und der Abnahme des Interesses an politischen Themen zeigt sich, wie wichtig es ist, dass die Politik auf die Bedürfnisse und Sorgen der Jugend reagiert. Nur so kann eine generationenübergreifende Perspektive geschaffen werden, die diesen Herausforderungen gerecht wird.

Weitere Informationen, Referenzen & Quellen:

https://www.ksta.de/region/rhein-sieg-bonn/rhein-sieg-jugendliche-ueber-aengste-und-perspektivlosigkeit-986629
https://www.rnd.de/politik/shell-jugendstudie-2024-das-sind-die-aengste-der-jugendlichen-BR53SN26CRHKDH3SVXFDR7FNGM.html

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