Am 30. März 2025 fand der dritte Jahresempfang der Ortgemeinde Oberraden statt, der sich ganz dem Thema Ehrenamt widmete. Ortsbürgermeister Achim Braasch begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, darunter auch der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering. Die Veranstaltung entpuppte sich als großes Event für die Gemeinde, mit politischer Prominenz aus der Region. Unter den Anwesenden waren Hans-Werner Breithausen, VG-Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, sowie die Kreisbeigeordneten Philipp Rasbach und Birgit Haas und weitere örtliche Beigeordnete.
Der Jahresempfang bot eine Plattform, um das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde zu würdigen. So kam das Thema Ehrenamt nicht von ungefähr, denn gerade dieser Sektor spielt eine zentrale Rolle im gemeinschaftlichen Leben in Oberraden und darüber hinaus. Die Veranstaltung hob die Vielfalt und den Wert von freiwilligen Tätigkeiten hervor, die sich in zahlreichen Bereichen entfalten.
Ehrenamtliche Engagements und die Ehrenamtskarte
Eine Möglichkeit, das Engagement der Ehrenamtlichen sichtbar zu machen, ist die Ehrenamtskarte, die in Rheinland-Pfalz ausgestellt wird. Menschen ab 14 Jahren können diese Karte beantragen, wenn sie mindestens ein Jahr ehrenamtlich tätig ist und dabei durchschnittlich fünf Stunden pro Woche oder insgesamt 250 Stunden pro Jahr investieren. Es ist wichtig zu betonen, dass es keine pauschale finanzielle Entschädigung für das Engagement gibt, jedoch Auslagen wie Telefon- und Fahrtkosten erstattet werden dürfen. Die Gültigkeit der Ehrenamtskarte beträgt zwei Jahre, kann jedoch nach Ablauf erneut beantragt werden. Besonders hervorzuheben ist die Jubiläums-Ehrenamtskarte, die an Personen vergeben wird, die mindestens 25 Jahre lang ehrenamtlich tätig sind und bei der die sonstigen Vergabekriterien entfallen.
Diese Karte anerkennt alle Formen von freiwilligen, gemeinwohlorientierten Tätigkeiten, sei es in Vereinen, Verbänden, Kirchen oder sozialen Initiativen. Politische Beteiligung zählt ebenfalls dazu. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass bloße Mitgliedschaften oder Bereitschaftszeiten nicht angerechnet werden, was eine aktive Mitgestaltung notwendig macht. Die Ehrenamtskarte ist also nicht nur ein Symbol der Anerkennung, sondern auch eine Motivation für viele, sich intensiver einzubringen. idar-oberstein.de erläutert die Vergabe und Bedeutung dieser Karte ausführlich.
Förderung von Ehrenamt und Netzwerken
Rheinland-Pfalz hat sich als besonders engagiertes Bundesland in der Förderung des Ehrenamts etabliert. Die Initiative „Ich bin dabei!“, die 2013 ins Leben gerufen wurde, verfolgt das Ziel, insbesondere ältere Menschen für ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. In 35 teilnehmenden Kommunen treten zahlreiche Formate in Erscheinung, die auf die Bedürfnisse und Interessen der Ehrenamtlichen zugeschnitten sind. Diese reichen von Freiwilligen-Mitmachtagen, bei denen 3.100 Menschen 180 Projekte realisierten, bis hin zu speziellen Schulungsprogrammen zur digitalen Unterstützung für Ehrenamtliche.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat deutlich gemacht, wie wichtig die Netzwerkbildung und der Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen sind. Bei der „Im Land daheim-Tour“ wurden bereits verschiedene Projekte vorgestellt, die zeigen, wie Ehrenamt in der Praxis funktioniert und welche Herausforderungen durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Zukünftige Vorhaben konzentrieren sich auf die Förderung von Fort- und Weiterbildungen sowie die Unterstützung bei digitalen Herausforderungen. Das Land bietet umfassende Strukturen und Förderprogramme, um die wertvolle Arbeit von freien Trägern und Initiativen zu unterstützen. rlp.de bietet umfassende Informationen über diese Programme und die Wichtigkeit des Ehrenamts in der Region.