Die Polizeidirektion Bad Kreuznach hat kürzlich die Kriminalitätszahlen für das Jahr 2024 veröffentlicht. In ihrem Zuständigkeitsbereich wurden insgesamt 10.848 Straftaten registriert, was einen Rückgang von 1.060 Fällen im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dies entspricht einem Abfall von 8,9 Prozent, wie rhein-zeitung.de berichtet.
Besonders auffällig ist, dass die Kirschsteinanlage in Bad Kreuznach, die früher als Kriminalitätshotspot galt, nun regelmäßig durch die Polizei bestreift wird. Dies könnte eine Maßnahme zur weiteren Reduzierung der angezeigten Straftaten sein.
Generelle Kriminalitätsentwicklung in Rheinland-Pfalz
Die gesamte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 für Rheinland-Pfalz zeigt ebenfalls eine positive Entwicklung. Insgesamt wurden 239.388 Straftaten registriert, was im Vergleich zu 2023, als es 255.972 Fälle gab, einem Rückgang von 16.584 Fällen (-6,5 Prozent) entspricht. Damit wird deutlich, dass die Bemühungen zur Kriminalitätsbekämpfung in der Region Früchte tragen, wie auch polizei.rlp.de bestätigt.
Die Statistik zeigt außerdem, dass die Zahl der Straftaten, die nicht gegen ausländisches Recht verstoßen, 228.452 beträgt, was einen Rückgang um 14.189 Fälle (-5,8 Prozent) bedeutet. Dies spiegelt sich in einem Rückgang in nahezu allen Straftatenobergruppen wider, abgesehen von Rohheitsdelikten sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit und das Leben.
Details zu spezifischen Straftaten
Die Aufklärungsquote hat sich mit 64,3 Prozent nur minimal verändert und liegt nur 0,2 Prozent unter dem Wert der letzten beiden Jahre. Die Häufigkeitszahl, also die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, beträgt 5.803, ein Rückgang um 351 (-5,7 Prozent).
Besonders interessant ist die Entwicklung bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die mit 6.232 Fällen um 1,2 Prozent gesunken sind. Die Rohheitsdelikte sowie die Straftaten gegen die persönliche Freiheit haben jedoch um 2,5 Prozent auf 47.218 Fälle zugenommen. Eine ähnliche Stabilität zeigt die Anzahl der Körperverletzungsdelikte mit 29.660 Fällen. Im Bereich der häuslichen Gewalt gab es hingegen einen Anstieg um 4,2 Prozent auf 13.497 Fälle.
Im Gegensatz dazu verzeichnen die Diebstahlsdelikte einen Rückgang um 2,1 Prozent, wobei der Wohnungseinbruchdiebstahl mit 2.626 Fällen den niedrigsten Stand seit über 50 Jahren erreicht hat. Auch in Bezug auf Geldautomatensprengungen wurde eine positive Entwicklung festgestellt; die Zahl sank von 50 Taten im Jahr 2023 auf nur 23 im Jahr 2024.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik dient nicht nur der sachlichen Einordnung der Kriminalitätslage, sondern auch der Erarbeitung gezielter Maßnahmen zur Bekämpfung der Kriminalität. Diese wird kontinuierlich weiterentwickelt, zum Beispiel durch die gesonderte Erfassung von Messerangriffen, welche seit 2020 in die Statistik aufgenommen werden.