In Herxheim stehen bedeutende Veränderungen im Verkehrsnetz an. Im Juli 2024 wurde die Umwidmung mehrerer Straßen bestandskräftig, was weitreichende Auswirkungen auf die Verkehrsführung und Sicherheit im Ortskern hat. Dabei wurden die Obere und Untere Hauptstraße als Gemeindestraßen abgestuft, während die Ortsrandstraße Süd-West sowie Teilstrecken der Hatzenbühler Straße und St. Christophorusstraße zur Landesstraße aufgestuft wurden. Landesstraßen sind für den Durchgangsverkehr vorgesehen, während Gemeindestraßen primär dem örtlichen Verkehr dienen, so berichtet die Rheinpfalz.
Diese Umwidmung ist das Ergebnis langwieriger Überlegungen und Verhandlungen, die bereits 2011, basierend auf einer Verkehrsuntersuchung, aufgenommen wurden. Ein detailliertes Umstufungskonzept sah vor, die betroffenen Straßen vor der Übergabe neu zu bauen. Eine technische Bewertung der Straßeninfrastruktur im Jahr 2014 ergab jedoch eine Zahllast von rund 1,1 Millionen Euro für die Ortsgemeinde, eine Last, die durch wiederkehrende Ausbaubeiträge für die Anwohner untragbar gewesen wäre.
Fortschritte und finanzielle Entlastungen
Ab 2020 gelang es der Ortsbürgermeisterin Hedi Braun, eine vertragliche Vereinbarung zu treffen, die es der Gemeinde ermöglichte, die Straßen im baulichen Zustand zu übernehmen. Dies senkte die zuvor errechnete Zahllast auf etwa 380.800 Euro. Durch die Abstufung der Oberen und Unteren Hauptstraße kann die Gemeinde nun zudem von Fördermitteln der Städtebauförderung profitieren. Dies hat die finanzielle Belastung weiter gesenkt, sodass die endgültige Zahllast auf rund 107.000 Euro reduziert wurde.
Ein besonders wichtiges Element der Planungen ist die Umsetzung einer vollwertigen Ampelanlage an der Kreuzung Niederhohlstraße, Obere/Untere Hauptstraße und Leonhard-Peters-Straße. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit im Ortszentrum von Herxheim. Die bisherigen Planungen sind bereits weit fortgeschritten, sodass eine Umsetzung bis zum Jahresende 2025 angestrebt wird.
Weitere bauliche Maßnahmen
Zusätzlich sollen zur weiteren Verkehrsberuhigung in der Oberen und Unteren Hauptstraße weitere bauliche Maßnahmen erfolgen, die ebenfalls durch Mittel der Städtebauförderung unterstützt werden. Diese Initiativen zielen darauf ab, nicht nur den Verkehrsfluss, sondern auch die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen sowie die Lebensqualität in der Gemeinde zu verbessern. Der örtliche Verkehr und die Bewohner hoffen auf eine zügige Umsetzung dieser Projekte.