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Freitag, 4. April 2025

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Koblenz gedenkt: Sieben neue Stolpersteine für jüdische Opfer verlegt!

Am 3. April 2025 wurde in Koblenz ein bedeutendes Zeichen des Gedenkens gesetzt. Sieben neue Stolpersteine wurden in der Blumenstraße in Lützel sowie in der Görgenstraße verlegt, um an die jüdischen Mitbürger zu erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Mit der Verlegung der Steine wird die wichtige Erinnerungskultur in Koblenz aufrechterhalten.

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Initiator des Projekts „Stolpersteine“ ist der Künstler Gunter Demnig, который, wie das Gedenkprojekt beschreibt, ein einzigartiges Konzept entwickelte. Stolpersteine sind Messingtafeln von 10×10 cm Größe, die in den Boden eingelassen werden und Informationen über die Opfer enthalten. In Deutschland sind sie in 1265 Kommunen und weiteren 21 europäischen Ländern zu finden. Seit 2007 wurden in Koblenz mehr als 130 Stolpersteine verlegt, die an die Schicksale der ehemaligen jüdischen Bürger erinnern. Die Christlich-Jüdische Gesellschaft Koblenz koordiniert diese wichtigen Erinnerungsinitiativen in der Region.

Engagement der Jugend

An der Verlegung der neuen Stolpersteine nahmen auch Schüler der Arbeitsgruppe „Demokratie leben“ teil. Dieses Engagement verdeutlicht, wie wichtig die Einbindung junger Menschen in die Erinnerungskultur ist. Der Bezug zu den Biografien der Opfer wird durch die aktive Teilnahme der Schüler individualisiert, was das Gedenken lebendiger und persönlicher macht. Zudem kommen jährlich 20 Koblenzer Schulen zusammen, um Stolpersteine zu reinigen und Vorträge über Einzelschicksale zu halten.

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Bei der Zeremonie waren zahlreiche Interessierte anwesend, darunter der Künstler selbst, Gunter Demnig. Er betont die Bedeutung des Projekts als Teil einer breiten Erinnerungskultur und zitiert den Talmud mit den Worten: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ Dieses Zitat spiegelt den tiefen Sinn der Stolpersteine wider, nämlich die Erinnerung an die Opfer lebendig zu halten.

Stolpersteine als Teil einer breiteren Erinnerungskultur

Mit dem Stolpersteine-Projekt wird nicht nur lokale Geschichte erlebbar gemacht, sondern auch ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt. Jedes Stein hat seine eigene Geschichte und trägt zur Wahrnehmung der nationalsozialistischen Verbrechen bei. In Koblenz wurden bereits verschiedene Initiativen ergriffen, um die Lebensgeschichten jüdischer Bürger zu würdigen.\

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Ein Beispiel hierfür ist das in die Koblenz App integrierte Projekt zu den Gedenkrouten. Diese Routen ermöglichen es Bürgern, mehr über die Schicksale der ehemaligen jüdischen Mitbürger zu erfahren und setzen sich mit der Erinnerungskultur auseinander. Dabei ist zu beachten, dass trotz der positiven Resonanz auf das Projekt auch Widerstand gegen Stolpersteine besteht. In Städten wie München werden keine Stolpersteine verlegt, während andere Stimmen im Zentralrat der Juden das Gedenken unterstützen.

Insgesamt ist das Stolpersteine-Projekt ein besonders eindringliches Symbol der Erinnerung. Es schafft Raum für Reflexion und Diskussion über die Verbrechen der Vergangenheit und die Verantwortung für die Zukunft. Auch wenn die Wirkung der Stolpersteine noch nicht vollständig erforscht ist, zeigen zahlreiche Initiativen, dass sie einen bedeutenden Teil eines aktiven Gedenkens darstellen.

Besonders in Zeiten, in denen das Wissen über den Holocaust möglicherweise schwindet, ist das Erinnern wichtiger denn je, um das Bewusstsein für die eigene Geschichte wachzuhalten. Der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz unterstützt zudem die Recherche der Biografien der Opfer, was das individuelle Gedenken weiter intensiviert.

Weitere Informationen, Referenzen & Quellen:

https://www.rhein-zeitung.de/lokales/koblenz-region/sieben-stolpersteine-in-luetzel-und-innenstadt-verlegt_arid-4033433.html
https://kultur.koblenz.de/erinnerungskultur/stolpersteine/

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