Die Stadt Landau wird am 10. April 2025 Gastgeber der 35. Auflage des Runden Tischs für Migration und Integration sein. Die Veranstaltung findet von 18 bis 20 Uhr im Ratssaal des Landauer Rathauses statt. Themenschwerpunkte sind aktuelle Entwicklungen, Projekte und Herausforderungen in den Bereichen Migration und Integration. Die Tagesordnung umfasst Berichte des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie lokaler Behörden.
Ein wichtiger Teil der Agenda ist der Austausch über die ehrenamtliche Arbeit in der Integrationsarbeit. Zudem werden Informationen zur rheinland-pfälzischen Härtefallkommission präsentiert und das Bundesprojekt „VerA – Stark durch die Ausbildung“ vorgestellt. Weiterhin wird die neu gewählte Beiräte für Migration und Integration der Stadt Landau sowie des Landkreises Südliche Weinstraße präsentiert. Interessierte müssen sich bis zum 3. April 2025 per E-Mail bei der Diakonie Pfalz anmelden.
Aktuelle Berichte und Statistiken
Die Veranstaltung kommt vor dem Hintergrund des Migrationsberichts 2023, der am 15. Januar 2025 vom Bundesministerium des Innern und für Heimat vorgestellt wurde. Der Bericht, der vom BAMF-Forschungszentrum erstellt wurde, enthält umfassende Daten zur Migration in Deutschland sowie einen Vergleich auf europäischer Ebene. Besondere Beachtung findet das Thema der irregulären Migration.
Zusätzlich liefert das Integrationsbarometer, eine repräsentative Bevölkerungsumfrage, Einblicke in das Integrationsklima in Deutschland. Es erhebt Einschätzungen und Erwartungen der Bevölkerung zur Integration und Migration sowie zur entsprechenden Politik. Dies sind entscheidende Informationen, die in die Diskussionen am Runden Tisch einfließen werden.
Integrationsberichte und bildungspolitische Herausforderungen
Im Rahmen der integrativen Maßnahmen ist der 14. Integrationsbericht von besonderer Bedeutung. Dieser erfüllt den gesetzlichen Auftrag gemäß § 94 Abs. 2 AufenthG und wird alle zwei Jahre an den Deutschen Bundestag erstattet. Er umfasst nahezu 400 Seiten und beleuchtet den aktuellen Stand der Integration und Teilhabe in Deutschland.
Der Bericht verdeutlicht, dass rund 25 % der Bevölkerung eine Einwanderungsgeschichte hat, wobei dieser Anteil bei Kindern und Jugendlichen auf über ein Drittel steigt. Trotz der Erfolge, die insbesondere im Arbeitsmarkt erzielt wurden, zeigen sich auch Herausforderungen, wie etwa die unzureichende Ausrichtung des Bildungssystems auf die vielfältige Gesellschaft.
Die Daten und Erkenntnisse aus diesen Berichten sind wichtig für Bund, Länder, Kommunen, die Wirtschaft sowie Zivilgesellschaft und Migrantenorganisationen. Sie bieten eine solide Basis für die Diskussionen im Rahmen des Runden Tischs, wo echte Lösungen für die Herausforderungen der Migration und Integration erarbeitet werden sollen.