Die Vinothek Par Terre in Landau, die im Rahmen der Landesgartenschau 2014 eröffnet wurde, muss Insolvenz anmelden. Dies geschah knapp zehn Jahre nach der Eröffnung des Projekts, das von der breiten Masse der Weinfreunde nicht genügend Rückhalt fand. Die Rheinpfalz berichtet, dass das Innenleben der Vinothek vom Berliner Modedesigner Michael Michalsky gestaltet wurde. Zu den damaligen Entscheidungsträgern gehörten Theresia Riedmaier (SPD) als Landrätin sowie Hans-Dieter Schlimmer (SPD) als Oberbürgermeister.
Die Vinothek wurde mit Unterstützung der lokalen Tourismusbüros ins Leben gerufen und sollte ein Zentrum für Weinfreunde aus der Region werden. Trotz der Eröffnungsfeierlichkeiten und des kreativen Designs konnte das Projekt nicht die erwartete Attraktivität in der Wein-Community entwickeln, was letzten Endes zur finanziellen Schieflage führte. Jetzt ist die Zukunft des Projekts ungewiss.
Geschäftsführerin verlässt die Vinothek
Christine Ludt, die seit der Eröffnung der Vinothek als Geschäftsführerin tätig war, wird zum Jahresende 2016 ihre Position aufgeben. Der Pfalz-Express informiert, dass Ludt den Wunsch geäußert hat, sich beruflich neu zu orientieren. Während einer Aufsichtsratssitzung erklärte sie, dass sie ihre Erfahrungen in das Projekt eingebracht habe, jedoch nun eine Veränderung anstrebe.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Christoph Ochs bedankte sich für Ludts Engagement und kreative Arbeit. Auch wurde bekannt gegeben, dass das Verfahren zur Nachfolgeentscheidung bereits eingeleitet wurde. Laut den Informationen war die Vinothek während der Landesgartenschau von April bis Oktober 2015 etabliert und hat seitdem eine aufregende, aber letztlich problematische Geschichte hinter sich.
Marktsituation und Weinproduktion
Die Insolvenz der Vinothek kommt zu einer Zeit, in der der Weinmarkt in Deutschland Herausforderungen gegenübersteht. Laut dem Statistischen Bundesamt ist die Ernte- und Betriebsberichterstattung für Reben und Weinmost entscheidend für die Beurteilung der Marktsituation. Jährliche Informationen über Rebflächen und deren Veränderungen sind notwendig, um die Entwicklungen im Weinbau und die Erzeugungsverhältnisse zu beobachten.
Erntemengen und Qualitätsstufen sind für die Markttransparenz von Bedeutung und helfen, weinbaupolitische Entscheidungen zu treffen. Die jetzt eingetretene Insolvenz könnte Auswirkungen auf die lokale Weinproduktion und den Absatz in der Region haben, was auch die Marktstruktur beeinflusst.