Am 25. März 2025 gab Bürgermeister Thomas Blechschmidt von Bad Kreuznach bekannt, dass die Stadt weiterhin aktiv an Verschönerungsprojekten arbeiten wird. Diese Ankündigung verdeutlicht das Engagement der Stadtgemeinschaft, sich um die Ästhetik und Lebensqualität der Stadt zu kümmern. Oberbürgermeister Emanuel Letz drückte stolz seine Anerkennung für den Beitrag der Bürger zur Verschönerung der Stadt aus.
Ein herausragendes Beispiel für diese Initiative ist das Brückenhaus, das von Lorenz Metallbautechnik errichtet wurde und das Weinanbaugebiet Nahe symbolisch abbildet. Darüber hinaus trägt die Drahtanlage, gesponsert von Stahlhandel Thress, zur Gestaltung bei. Sie stellt eine Rebzeile dar und enthält die ersten Noten des Liedes „Nachtigall o Nachtigall“. Diese künstlerische Verbindung zur regionalen Identität zeigt den kulturellen Reichtum der Gegend.
Kreative Beiträge und regionale Identität
Die Enibiar Projekt GmbH hat eine kleine Weinbergsmauer mit regionalem Charakter errichtet, während das Unternehmen Weinland Nahe einen Weinstock und Rosen pflanzt, die von „Wir sind Kreuznach“ gepflegt werden. Diese Projekte werden durch einen QR-Code auf der Karte des Weinanbaugebiets ergänzt, der Informationen über aktuelle Veranstaltungen bereitstellt.
Zusätzlich haben Autoteile Bechtoldt GmbH und das Restaurant „Da Vinci“ Bäume gesponsert, die von der Stadt Bad Kreuznach auf dem Platz gepflanzt werden. Diese Bäume sollen zur Begrünung und Verschönerung des Stadtbildes beitragen. Auch die Gestaltung der Trafostation auf dem Neuruppiner Platz hat an Bedeutung gewonnen. Künstler Rafael Stienert hat diese mit einem Hinweis auf die Partnerstadt Neuruppin und Theodor Fontane künstlerisch gestaltet.
Die Kreuznacher Stadtwerke GmbH haben die Trafostation neu gestalten lassen. Christoph Nath, Geschäftsführer der Kreuznacher Beteiligungsgesellschaft, betont die Verantwortung der Stadt für die Verschönerung der Innenstadt. Die Aktion „Wir sind Kreuznach“ hat die Neugestaltung des Neuruppiner Platzes ausdrücklich begrüßt und dankt allen Beteiligten für ihr Engagement.
Mehrere Vorbereitungstermine mit Bürgermeister Blechschmidt und den zuständigen Ämtern haben stattgefunden, um das Projekt umfassend zu planen. Nach Abschluss des Projekts ist eine Feier mit einem kleinen Umtrunk vorgesehen, um die Erfolge zu würdigen.
Städtepartnerschaften und kultureller Austausch
Parallel zu den Verschönerungsprojekten in Bad Kreuznach gibt es auch bedeutende städtepartnerschaftliche Beziehungen, wie die zwischen Neuruppin und Niiza in Japan. Diese Freundschaftsvereinbarung besteht seit dem 1. November 2003 und fokussiert sich auf Kultur und Bildung, mit regelmäßigen Besuchen und musikalischem Austausch zwischen den Städten.
Dirigent Takao Ukigaya aus Kerzlin war die treibende Kraft hinter dieser Verbindung. Traditionelle Austausche von Schülern und Chören fördern den interkulturellen Dialog. Besuche wurden in den letzten zwei Jahrzehnten mehrfach organisiert, wobei die letzten Besuche des japanischen Chores in Neuruppin im Jahr 2010 stattfanden, während Schüler aus Niiza zuletzt im August 2013 in Neuruppin zu Gast waren.
Städtepartnerschaften wie diese sind seit dem Zweiten Weltkrieg ein wichtiger Bestandteil der Völkerverständigung. Das Konzept hat sich jedoch im 21. Jahrhundert gewandelt. Die Partnerschaften erfordern kontinuierliches Engagement und Pflege, um erfolgreich zu sein. In diesem Kontext sind regelmäßige Aktivitäten und Bürgerengagement von entscheidender Bedeutung.
Die Entwicklung und Unterstützung von Städtepartnerschaften wird durch politische und verwaltungstechnische Maßnahmen gefördert. Diese Partnerschaften bieten nicht nur kulturellen Austausch, sondern auch Möglichkeiten zur Ressourcenbündelung und zum Erfahrungsaustausch zwischen den Städten.
Insgesamt setzen Bad Kreuznach und Neuruppin mit ihren Projekten und Partnerschaften ein Zeichen für gegenseitiges Verständnis und die Wertschätzung kultureller Vielfalt.