Rheinland-Pfalz hat am 4. April 2025 zum ersten Mal an der bundesweiten „Nacht der Bibliotheken“ teilgenommen. Diese Premiere fand unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender statt und wurde vom Deutschen Bibliotheksverband e. V. (dbv) organisiert. Die Veranstaltung zielte darauf ab, die bedeutende Rolle der Bibliotheken in der Gesellschaft hervorzuheben. In Rheinland-Pfalz beteiligten sich 130 Bibliotheken aus 110 Städten und Dörfern, was die breite Unterstützung und das Engagement in der Region verdeutlicht.
In Speyer eröffnete Katharina Binz, Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration, die Veranstaltung. Sie betonte die essentielle Bedeutung der Bibliotheken für Demokratie, Gesellschaft und Bildung. Rheinland-Pfalz zählt insgesamt 1500 Bibliotheken, die jährlich von etwa 10 Millionen Menschen besucht werden. Ministerin Binz besuchte auch die Katholische öffentliche Bücherei St. Joseph, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert.
Engagement der Ehrenamtlichen
Die Büchereileiterin Christine Huber hob in ihrer Rede das Engagement von acht ehrenamtlichen Frauen hervor, die die Bücherei St. Joseph betreiben. Bei der Eröffnung der Veranstaltung nahmen rund 60 Personen an einer musikalischen Lesung teil, bei der Ulrich Zehfuß und Timo Effler auftraten. Außerdem berichtete Christine Stuck, Leiterin der Büchereifachstelle im Bistum Speyer, von kreativen Veranstaltungen, die in den Bibliotheken stattfanden, darunter Bobby-Car-Kino und Blind-Dates mit Büchern.
Im Bistum Speyer sind insgesamt elf katholische Einrichtungen an der Nacht der Bibliotheken beteiligt. Die Region verfügt über 101 katholische öffentliche Büchereien, die von etwa 860 Ehrenamtlichen unterstützt werden. Im vergangenen Jahr organisierten diese Ehrenamtlichen beeindruckende 1750 Veranstaltungen, die das kulturelle Leben in der Region bereicherten.
Die Bedeutung der Bibliotheken
Die bundesweite Nacht der Bibliotheken weist auf die wichtige Rolle von Bibliotheken aller Art hin. Diese reichen von großen Einrichtungen bis hin zu kleinen, ehrenamtlich geführten Bibliotheken. Die Bibliotheken wurden ermutigt, eigene Veranstaltungen und Aktionen zu planen, um ihre Arbeit und ihren Beitrag zur Gesellschaft sichtbar zu machen. Die Vielfalt der Formate reicht von Ausstellungen über Lesungen bis hin zu Workshops zur Medienkompetenz.
In Deutschland gibt es etwa 8.860 öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken. Diese haben im Jahr 2023 insgesamt rund 350 Millionen Entleihungen verzeichnet, was eine steigende Nutzung der Bibliotheken verdeutlicht. Die meisten öffentlichen Bibliotheken bieten mittlerweile kostenfreien Internetzugang an und organisieren zahlreiche Veranstaltungen zur Förderung der Lese- und Medienkompetenz, insbesondere für Kinder.
Die „Nacht der Bibliotheken“ hat auch das Ziel, die Grundlage für zukünftige Veranstaltungen zu legen und die Bedeutung der Bibliotheken für die Gesellschaft langfristig zu stärken. Weitere Informationen zu diesem Thema sind auf der Website lbz.rlp.de zu finden. Damit wird die positive Entwicklung und das Engagement der Bibliotheken in Deutschland weiterhin gefördert.