Am 4. April 2025 ereignete sich in Edenkoben ein Verkehrsunfall, an dem eine 57-jährige Pkw-Fahrerin und ein 15-jähriger E-Scooter-Fahrer beteiligt waren. Laut news.de fuhr die Pkw-Fahrerin gegen 07:40 Uhr auf der Luitpoldstraße in Richtung Ortsmitte. Sie beabsichtigte, nach rechts auf den Parkplatz eines Supermarktes abzubiegen, übersah dabei jedoch den E-Scooter-Fahrer, der auf dem Gehweg in die entgegengesetzte Richtung unterwegs war. Die Kollision führte dazu, dass der E-Scooter-Fahrer stürzte und sich leicht verletzte.
Rettungsdienste waren schnell vor Ort und übernahmen die Erstversorgung des Verletzten. Der Sachschaden am PKW wurde ebenfalls festgestellt. Die Polizei Edenkoben nutzte den Vorfall, um auf die geltenden Vorschriften hinzuweisen: E-Scooter dürfen nur in der zulässigen Fahrtrichtung auf vorgesehenen Verkehrsflächen geführt werden. Das Befahren von Gehwegen ist strikt verboten, es sei denn, es gibt keinen Radweg, in diesem Fall müssen E-Scooter auf der Straße genutzt werden.
Wachsende Unfallzahlen bei E-Scootern
Die Popularität von E-Scootern hat in den letzten Jahren in deutschen Städten stark zugenommen. Trotzdem ist ihre Nutzung umstritten, da immer mehr Unfälle mit diesen Fahrzeugen gemeldet werden. Laut tagesschau.de gab es allein im Jahr 2023 in Deutschland 9.425 E-Scooter-Unfälle mit Verletzten, was einen Anstieg von etwa 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. In diesem Kontext ist bemerkenswert, dass die Zahl der tödlichen Unfälle mit E-Scootern auf 22 angestiegen ist; dies entspricht einer Verdopplung von 11 Todesfällen im Jahr 2022.
Die Unfallstatistik zeigt, dass rund 1.200 Menschen schwer verletzt wurden, während fast 9.000 leichte Verletzungen erlitten. Besonders auffällig ist, dass etwa 42 Prozent der Verunglückten unter 25 Jahren alt sind. Rund 80 Prozent der Unfallopfer waren jünger als 45 Jahre, während lediglich über drei Prozent der Betroffenen älter als 65 Jahre waren. Die meisten Unfälle – etwa 60 Prozent – ereigneten sich in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern.
Ursachen und sicherheitsrelevante Aspekte
Die häufigsten Ursachen für E-Scooter-Unfälle sind die falsche Nutzung der Fahrbahn oder der Gehwege sowie das Fahren unter Alkoholeinfluss. In etwa einem Drittel der Fälle waren keine anderen Verkehrsteilnehmer involviert, doch bei den restlichen Unfällen waren meist Autofahrer beteiligt. Knapp die Hälfte der E-Scooter-Nutzer verletzte sich bei Zusammenstößen mit Autos. Es ist zudem erwähnenswert, dass Unfälle durch unachtsam abgestellte E-Scooter nicht in diesen Zahlen erfasst sind.
Die Diskussion über die Sicherheit von E-Scootern bleibt somit weiterhin aktuell. Trotz der steigenden Unfallzahlen spielen diese Verkehrsmittel in der Gesamtunfallstatistik eine vergleichsweise geringe Rolle: 2023 wurden in Deutschland fast 292.000 Unfälle registriert, von denen nur über drei Prozent E-Scooter-Unfälle ausmachten. Dennoch ist es wichtig, die Sicherheitsvorschriften ernst zu nehmen und die Nutzung von E-Scootern in Zukunft besser zu regulieren.