Am 11. März 2025 feierte der SV Eintracht Trier ein bedeutendes Jubiläum: die Gründung des Vereins jährte sich zum 120. Mal. Dies wurde mit einer Reihe von Feierlichkeiten in der Stadt und während des Spiels gegen den FSV Frankfurt gebührend gewürdigt. Bereits beim Auswärtsspiel in Offenbach zeigten die Fans eine beeindruckende Choreografie, die den Beginn der Feierlichkeiten markierte. Doch das Heimspiel im Moselstadion, wo ca. 4.113 Zuschauer anwesend waren, bot die Plattform für die Hauptfeierlichkeiten.
Die Fanszene versammelte sich um 11 Uhr an der Porta Nigra, wo etwa 300 Anhänger mit einer großen „120 Jaor“-Fahne in Richtung Moselstadion marschierten. Vor dem Anpfiff des Spiels präsentierte die Fanszene eine eindrucksvolle Geburtstagschoreo auf der gesamten Gegengerade. Diese bestand aus Werbebanden und Dachüberhängen, geschmückt mit den Schriftzügen „120 Jaor“ und „damals – heute – für immer“. Auch historische Logos und das aktuelle Vereinslogo wurden per Seilzug in die Höhe gezogen, um die langen Wurzeln des Vereins zu repräsentieren.
Das Spiel und die Protestaktionen
Das Spiel selbst endete mit einem spannenden 3:3-Unentschieden. Eintracht Trier begann stark und ging durch Tore von Mateo Biondic in der 28. Minute und Robin Garnier in der 35. Minute mit 2:0 in Führung. FSV Frankfurt, unter der Leitung von Trainer Tim Görner, war ohne den erkrankten Tim Weißmann angetreten. Vor der Halbzeit erzielte Sho Sannomiya den ersten Treffer für Frankfurt, sodass die Mannschaft mit einem 1:2-Rückstand in die Pause ging.
In der zweiten Halbzeit erzielte FSV Frankfurt zunächst den Ausgleich durch George Iorga in der Schlussphase und ging in der 89. Minute sogar mit 3:2 in Führung. Der späte Ausgleich durch Hokon Sossah in der Nachspielzeit sicherte jedoch Eintracht Trier einen Punkt. Die Partie war zudem von Protestaktionen geprägt, da die Fans des FSV Frankfurt die ersten 19 Minuten boykottierten. Grund hierfür war die Übernahme von 10% der Anteile an der FSV Frankfurt 1899 Fußball GmbH durch den Präsidenten und Geschäftsführer, was als negatives Zeichen wahrgenommen wurde.
Während des Boykotts zeigten die Fans ein Spruchband mit der Aufschrift „Stopp SBA“, während sie sich hinter einer „Niemand steht über dem Verein“-Fahne versammelten. Trotz dieser Proteste gelang es den Anhängern des FSV Frankfurt, sich aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit der Trierer Fans kaum Gehör zu verschaffen. Beide Fanlager beteiligten sich an Protesten gegen Verbandsstrafen mit einer gemeinsamen Spruchbandaktion.
Der Blick nach vorn
Für den FSV Frankfurt, der mit drei Punkten Rückstand auf die Zweitvertretung aus Hoffenheim auf dem zweiten Platz liegt, wird das nächste Spiel gegen die Stuttgarter Kickers am 30. März in der PSD Bank Arena stattfinden. Die spannende Begegnung gegen Eintracht Trier wird von beiden Teams sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen des Spiels, sondern auch aufgrund der lebendigen Fanaktionen, die den besonderen Anlass unterstrichen. Diese Ereignisse zeigen, wie lebendig und wichtig die Unterstützung der Fans für die Vereine ist.