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Transport des U-Boots U17: Herausfordernde Reise ins Technik Museum Sinsheim

Das ehemalige Marine-U-Boot U17 wird auf einem Schwerlasttransporter durch enge Serpentinen im Rhein-Neckar-Kreis zum Technik Museum in Sinsheim transportiert, wo es am Sonntag ankommen soll, nachdem es aufgrund von Umbauten und Herausforderungen an der Strecke sorgfältig manövriert wurde und die Aktion, die rund zwei Millionen Euro kostet, größtenteils durch Spenden finanziert wird, symbolisiert den Erhalt von historischem Erbe seit seiner Außerdienststellung in 2010.

Die Ankunft des ehemaligen Marine-U-Bootes U17 im Technik Museum Sinsheim zieht nicht nur Technik- und Geschichtsliebhaber an, sondern zeigt auch die Herausforderungen und das Engagement, das mit der Erhaltung solcher historischen Objekte verbunden ist. Der Transport des beeindruckenden 50 Meter langen Stahlkolosses aus Kiel durch enge Straßen im Rhein-Neckar-Kreis ist ein eindrucksvolles Beispiel für Teamarbeit und technische Fähigkeiten.

Technische Herausforderungen auf dem Transportweg

Der Schwerlasttransporter, der das U-Boot transportierte, musste auf seinem Weg zahlreiche Herausforderungen meistern, darunter enge Serpentinen und enge Straßen. Dies verlangte dem Fahrer Frieder Saam höchste Konzentration ab. Bereits zuvor hatte er Erfahrung im Transport außergewöhnlicher Fahrzeuge gesammelt, unter anderem mit der Überschallfliegermaschine Concorde.

Vorbereitungen und logistische Maßnahmen

Ein Team von Fachleuten wurde mobilisiert, um die Route zum Technik Museum zu optimieren. Hierbei waren unter anderem Umbauten erforderlich, bei denen Verkehrszeichen und Lampen abgebaut werden mussten, um genügend Platz für die Durchfahrt zu schaffen. „Heute ist es extrem eng und eine große Herausforderung, das wussten wir“, so eine Sprecherin des Museums, die die logistischen Anstrengungen hinter dem Transfer verdeutlicht.

Wichtigkeit der Museumsarbeit

Das U-Boot U17 hat von 1973 bis 2010 gedient und ist nun Teil eines Leihvertrags mit dem Bundesverteidigungsministerium und der Bundeswehr. Das Projekt zur Unterbringung des U-Bootes im Technik Museum Sinsheim kostet rund zwei Millionen Euro und wird hauptsächlich durch Spenden finanziert. Dies zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Museen und der Öffentlichkeit ist, um solche geschichtsträchtigen Objekte zu bewahren.

Der lange Weg zum Ziel

Der Transport des U-Bootes begann vor über einem Jahr, als ein Portalkran in Kiel das Verwaltungsgebäude des Museums um das schwere Gerät auf einen Schwimmponton hievte. Der erste Stopp der Reise war Speyer, wo bedeutende Umbauten stattfanden, einschließlich des Ausbaus von tonnenschweren Batterien, um das Transportgewicht zu reduzieren. Ende Juni 2023 erfolgte schließlich der Start zur letzten Etappe in den Kraichgau.

Faszination für Historisches wecken

Die Ankunft des U-Bootes ist nicht nur ein logistisches Meisterwerk, sondern auch eine Gelegenheit für die Museumsbesucher, mehr über die Geschichte der Marine und der U-Boote zu erfahren. Der Transport hat in der Region eine Welle des Interesses ausgelöst, da zahlreiche Schaulustige das ungewöhnliche Gespann bei bewölktem Himmel beobachteten und fotografierten. Dies unterstreicht, wie wichtig solche Initiativen für die Bildung und Kultur sind.

NAG

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